Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD feiert am 6. Mai ihr einjähriges Bestehen. Die Bilanz fällt gemischt aus: Kanzler Friedrich Merz hatte hohe Erwartungen geweckt, doch die Realität holte die Koalition ein. Interne Querelen und öffentliche Streitereien überschatten die Arbeit. Besonders der öffentliche Schlagabtausch zwischen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Finanzminister Lars Klingbeil sorgte für Unmut. Dabei geht es doch um das Land, nicht um Profilierung.
Grüne in Baden-Württemberg und München
Winfried Kretschmann, der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hält seine letzte Kabinettssitzung ab. Am 13. Mai übergibt er an Cem Özdemir. In München tritt der neue grüne Oberbürgermeister Dominik Krause zu seiner ersten Pressekonferenz an. Beide gelten als Pragmatiker, die zeigen, dass grüne Politik auch in konservativen Milieus erfolgreich sein kann. Der ökologische Kern der Partei kann durchaus als konservativ verstanden werden – Bewahrung der Natur.
Militärseelsorge im Spannungsfeld
Die 69. Gesamtkonferenz der Evangelischen Militärseelsorge in Bonn beginnt. Die Kirche steht vor einem Dilemma: Sie muss für den Frieden eintreten, aber auch den Soldaten beistehen. Diese Widersprüche lassen sich nicht auflösen, sondern nur aushalten. Die Kirchen müssen sich in Zeiten von Krieg und Aufrüstung neu positionieren.
Deutsch-französische Freundschaft als Vorbild
Bundeskanzler Merz lässt sich beim Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armenien von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vertreten. Frankreich übernimmt das deutsche Stimmrecht – ein starkes Zeichen der Einheit. Dies sendet Botschaften an Wladimir Putin und Donald Trump, die eine Spaltung Europas wünschen.



