Der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog hat sich ausgeweitet. Ein Sprecher der Regionalleitstelle bestätigte am Freitag, dass die Flammen sich weiter ausbreiten. Die genaue Größe der betroffenen Fläche konnte er zunächst nicht beziffern. Der Brand war am Freitagmorgen ausgebrochen. Zunächst war von 2,5 Hektar die Rede, was etwa 25.000 Quadratmetern oder rund dreieinhalb Fußballfeldern entspricht. Es handelt sich um den ersten größeren Waldbrand in dieser Saison in Brandenburg.
Munition erschwert Löscharbeiten
Die Einsatzkräfte haben keinen direkten Zugang zur Brandstelle, da das Gelände mit alter Munition belastet ist. Die Feuerwehr setzt daher Drohnen ein, um sich einen Überblick über die Ausdehnung des Feuers zu verschaffen. Menschen sind nach Angaben der Regionalleitstelle nicht in Gefahr. Allerdings gibt es weiterhin eine starke Rauchentwicklung, die die Umgebung beeinträchtigt.
Hohe Waldbrandgefahr in Brandenburg
Am Freitag gab es laut dem Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel etwa ein Dutzend Waldbrände in Brandenburg. Meist blieb es bei einer Fläche von einigen Hundert Quadratmetern. „Es ist alles glimpflich ausgegangen und schnell bekämpft worden“, sagte Engel. In 10 von 14 Landkreisen in Brandenburg gilt derzeit die höchste Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5. Der ehemalige Truppenübungsplatz bei Jüterbog war in den vergangenen Jahren immer wieder von Waldbränden betroffen. 2023 hatte es auf rund 700 Hektar gelodert. Die Stadt Jüterbog liegt im Landkreis Teltow-Fläming südlich von Berlin an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.



