München – Die bayerische SPD-Vorsitzende Ronja Endres hat sich in einem Interview mit der AZ deutlich gegen den Vorschlag ausgesprochen, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag zu streichen. „Da haut es einem doch den Schalter raus“, sagte Endres mit Blick auf die Pläne der schwarz-orangenen Koalition. Sie betonte, dass der 1. Mai international als „historischer Kampftag“ der Arbeiterbewegung gelte und nicht zur Disposition stehe.
Rote Linien bei Reformen
Endres zog klare rote Linien für die geplanten Reformen. „Wir werden nicht zulassen, dass Arbeitnehmerrechte ausgehöhlt werden“, erklärte sie. Die SPD werde einen Koalitionsbruch nicht provozieren, aber auch nicht fürchten. Die schwarze Arroganz der CSU sei unerträglich.
Kritik an der CSU
Die SPD-Chefin warf der CSU vor, mit dem Vorstoß bewusst zu provozieren. „Das ist ein Angriff auf die Identität der Arbeitnehmer“, sagte sie. Sie forderte die Regierung auf, sich auf echte Reformen zu konzentrieren, statt symbolische Debatten zu führen.
Endres rief die Bürger auf, am 1. Mai für den Erhalt des Feiertags zu demonstrieren. „Wir werden uns nicht unterkriegen lassen“, so die Politikerin. Die SPD werde alle demokratischen Mittel nutzen, um den Feiertag zu verteidigen.



