Messe der Griesen Gegend: Warum die Menschen sie seit 30 Jahren lieben
Messe der Griesen Gegend: Seit 30 Jahren ein Highlight

In Lübtheen strömten am ersten Mai-Wochenende tausende Menschen zum Festplatz, um die traditionelle Messe der Griesen Gegend zu besuchen. Seit mehr als 30 Jahren wird sie von der Ortshandwerkerschaft organisiert, die die Veranstaltung nach der Wende ins Leben rief. Ziel war es, den Einwohnern der Region zu zeigen, was die Griese Gegend – die Orte zwischen Sude, Rögnitz und Elbe – zu bieten hat.

Viele Aussteller seit Jahrzehnten dabei

Ursprünglich sollte die Messe jährlich an einem anderen Ort stattfinden, doch „irgendwie blieb sie dann bei uns“, sagt Lübtheens Bürgermeisterin Ute Lindenau (SPD). Mittlerweile sind manche Handwerker und Unternehmen mit ihren Ständen seit mehreren Jahrzehnten dabei, aber immer wieder kommen auch neue Stände hinzu, die ihre Arbeit einem breiteren Publikum vorstellen möchten.

Die Besucher schätzen besonders die Mischung aus interessanten Informationen, leckerem Essen und einem kurzweiligen Programm. „Außerdem ist es einfach schön, dass man viele Bekannte trifft und so mal wieder erfährt, was überall so los ist“, sagt eine Besucherin. Ihr Mann gefällt vor allem, dass er vieles anfassen und ausprobieren kann. „Ich möchte ein Fahrrad kaufen, aber das will ich sehen und probefahren“, erzählt er.

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Traditionsveranstaltungen sind ein Stück Heimat

Die meisten Besucher kommen jedes Jahr zur Messe der Griesen Gegend und wollen diese Tradition beibehalten. „Man kann ja nicht nur rumnörgeln, sondern muss die Veranstaltungen unterstützen, die es hier gibt“, sagt ein Besucher. Für Bürgermeisterin Ute Lindenau ist die Messe seit Beginn ihrer Amtszeit vor mehr als 25 Jahren ein fester Termin im Kalender.

Zum Ende des Jahres beabsichtigt Lindenau, ihr Amt abzugeben. „Dann wird die Messe der Griesen Gegend von der Ortshandwerkerschaft und einem neuen Bürgermeister oder einer neuen Bürgermeisterin gemeinsam geplant und durchgeführt“, erläutert sie. Angesichts dessen schwingt in diesem Jahr bei jeder Veranstaltung ein bisschen Wehmut mit. Dennoch geht sie von einer Fortführung der Messe auch in den kommenden Jahren aus.

Daran glaubt auch Stefan Sternberg (SPD), der Landrat von Ludwigslust-Parchim. „Veranstaltungen wie diese haben etwas Vertrautes und sind damit ein Stück Heimat. In den aktuellen unruhigen Zeiten sind diese Traditionen wichtiger denn je“, sagt er.

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