Streit um Mega-Umleitung in Sangerhausen verschärft sich
Die ab Juli geplante Vollsperrung der Landesstraße 230 in Sangerhausen sorgt weiterhin für Diskussionen. Oberbürgermeister Torsten Schweiger (CDU) hat nun in einer Videobotschaft die Kreisverwaltung scharf kritisiert. Die geplante Umleitung von rund 30 Kilometern sei für die Bürger und den Verkehr nicht zumutbar. Schweiger fordert mehr Unterstützung vom Landkreis und wirft der Verwaltung vor, die Probleme zu ignorieren.
Kreisverwaltung wehrt sich gegen Vorwürfe
Der Landkreis weist die Kritik zurück. Man habe die Umleitung in Abstimmung mit dem Landesverkehrsministerium geplant. Die Vollsperrung sei notwendig, um die L 230 grundhaft zu sanieren. Die Umleitung über das Leinetal sei die einzige praktikable Lösung. Der Landkreis betont, dass alle Alternativen geprüft wurden, aber aus Sicherheits- oder Kostengründen nicht realisierbar seien.
Oberbürgermeister Schweiger hingegen sieht die Verantwortung beim Landkreis. Er fordert eine bessere Kommunikation und konkrete Maßnahmen, um die Belastung für die Anwohner zu reduzieren. Besonders kritisiert er, dass die Umleitung durch mehrere Ortschaften führt, die bereits jetzt stark vom Verkehr betroffen sind. Der Landkreis müsse sich stärker für die Interessen der Bürger einsetzen.
Die Diskussion zeigt, wie schwierig die Abstimmung zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen ist. Während der Landkreis auf die Zuständigkeit des Landes verweist, pocht die Stadt Sangerhausen auf mehr Mitspracherecht. Die geplante Vollsperrung soll voraussichtlich mehrere Monate dauern und wird den Verkehr in der Region erheblich beeinträchtigen.
Bereits jetzt weisen Schilder nahe Gonna auf die Mega-Umleitung hin. Autofahrer müssen pro Tour rund 30 Kilometer zusätzlich fahren. Die Stadtverwaltung Sangerhausen hat angekündigt, die Entwicklung genau zu beobachten und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten.



