Ein Erdbeben der Stärke 5,7 hat am Freitagmorgen die griechische Ferieninsel Kreta und die umliegende Ägäisregion erschüttert. Nach Angaben des Geodynamischen Instituts in Athen war das Beben in der gesamten südlichen Ägäis deutlich zu spüren und hielt mehrere Sekunden an. Berichte über größere Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor, wie die Behörden mitteilten.
Epizentrum südlich von Ierapetra
Das Epizentrum des Bebens lag etwa 20 Kilometer südlich der Hafenstadt Ierapetra an der Südküste Kretas. Der Erdbebenherd befand sich in einer Tiefe von rund zehn Kilometern unter dem Meeresboden. Die Behörden führten vorsorglich Kontrollen durch, wie der griechische Rundfunk ERTNews berichtete.
Tektonische Hintergründe
Die Region südlich von Kreta ist tektonisch aktiv, da hier die afrikanische Erdplatte auf die europäische Platte trifft. Die afrikanische Platte schiebt sich unter die europäische, was immer wieder zu teils starken Erdbeben führt. Dieses Phänomen ist für die Gegend typisch und wird von Seismologen genau beobachtet.
Einwohner berichteten, dass die Erdstöße deutlich spürbar waren, jedoch glimpflich ausgingen. Die genauen Auswirkungen werden derzeit noch überprüft. Die Bewohner der betroffenen Gebiete werden gebeten, Ruhe zu bewahren und die offiziellen Anweisungen der Behörden zu befolgen.



