Stärkster Zuwachs an Schulen: Fast sechs Prozent mehr Beamte als vor zehn Jahren
Immer mehr Menschen in Deutschland sind verbeamtet. Zum Stichtag am 30. Juni 2024 gab es 1,96 Millionen Beamte, Richter und Soldaten. Das sind 5,8 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst stieg im selben Zeitraum sogar um 15,6 Prozent auf 5,38 Millionen.
Anteil der Beamten an öffentlichen Beschäftigten
Beamte, Richter und Soldaten machen derzeit 36,4 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus. Die meisten von ihnen sind in Schulen tätig: 35,6 Prozent arbeiten im Bildungsbereich. Weitere 19,1 Prozent sind im Sicherheitsbereich beschäftigt, und 10 Prozent in der Verteidigung. Soldaten werden in der Statistik mitberücksichtigt, da sie dienstrechtlich ähnlich behandelt werden wie Beamte, auch wenn sie nicht im klassischen Sinne verbeamtet sind.
Größter Zuwachs in Schulen und Sicherheit
Den stärksten Anstieg an Beamten verzeichneten die Schulen: Innerhalb von zehn Jahren kamen 52.000 Beamte hinzu. Im Sicherheitsbereich waren es 22.000 mehr. Rückgänge gab es hingegen im Verkehrs- und Nachrichtenwesen: Hier sank die Zahl der Beamten um 26.000, was vor allem auf die Privatisierung der Deutschen Bahn zurückzuführen ist. Auch im Sozialbereich ging die Zahl um 10.000 zurück, größtenteils weil die Bundesagentur für Arbeit nicht mehr verbeamtet.
Hintergrund und Entwicklungen
Die steigende Zahl von Beamten spiegelt den wachsenden Bedarf an staatlichen Dienstleistungen wider, insbesondere in den Bereichen Bildung und Sicherheit. Gleichzeitig zeigt der Rückgang in anderen Sektoren wie Verkehr und Soziales strukturelle Veränderungen im öffentlichen Dienst. Die Statistik umfasst alle Beamten des Bundes, der Länder und der Gemeinden sowie Richter und Soldaten.



