Badesicherheit in Vorpommern-Greifswald: Regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität
Badesicherheit: Wasserqualität wird regelmäßig kontrolliert

Ob am Haff, an der Ostseeküste oder an der Peene – die ersten warmen Tage des Jahres haben die offizielle Badesaison eingeläutet. Doch wie sicher sind die Badestellen im Landkreis Vorpommern-Greifswald für Touristen und Einheimische? Der Landkreis setzt auf umfassende Kontrollen an Seen, Flüssen und der Küste, um höchste Sicherheit zu gewährleisten.

Start der Tests im Süden des Landkreises

Insgesamt 57 Badestellen werden in dieser Saison durch den Landkreis überwacht. Die Wasserqualität und die Sauberkeit der Strände und Ufer werden im Vier-Wochen-Rhythmus geprüft. Zuständig sind die Gesundheitsämter in Greifswald, Anklam und Pasewalk. Die ersten Tests beginnen am 5. Mai im südlichen Teil des Landkreises, unter anderem in Ueckermünde, Bellin, Grambin, Krugsdorf, Blankensee, Löcknitz und Penkun.

„Bei den Kontrollen werden der pH-Wert und zusätzlich im Bodden und in den Binnenseen die Sichttiefe des Wassers gemessen. Zudem schauen die Expertinnen und Experten, ob es Verschmutzungen gibt“, erklärt der Landkreis. Geprüft werden auch Färbung, Trübung und eventuelle Schaumbildung. Darüber hinaus wird auf gefährliche Bakterien getestet.

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Mikroskopisch kleine Saugwürmer und Blaualgen

Für die mikrobiologische Untersuchung wird eine 250-Milliliter-Probe an einer Stelle entnommen, an der das Wasser etwa einen Meter tief ist. Diese Proben werden auf Enterokokken und Escherichia coli analysiert. Die Ergebnisse sind auf der Internetseite www.badewasser-mv.de oder in der Badegewässer-App einsehbar.

Laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) stellen vor allem Zerkarien und Cyanobakterien eine Gefahr dar. Zerkarien sind mikroskopisch kleine Larven von Saugwürmern, die sich nach längeren Schönwetterperioden im Sommer entwickeln können. Sie bohren sich in die Haut des Menschen, der für sie ein „Fehlwirt“ ist. „Da der Mensch ein ‚Fehlwirt‘ ist, sterben sie schnell wieder ab, können aber eine ‚Badedermatitis‘ verursachen“, erklärt das LAGuS. Ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen sind bis auf Hautrötungen und Juckreiz nicht zu befürchten.

Cyanobakterien, umgangssprachlich als Blaualgen bekannt, sind natürliche Bestandteile von Gewässern. Es handelt sich um Bakterien mit einem blauen Farbstoff. „Explosionsartige Vermehrungen von Cyanobakterien, sogenannte ‚Blaualgenblüten‘, treten vor allem in den Sommermonaten bei hohen Wassertemperaturen auf“, warnt das LAGuS. Diese können Toxine bilden, die leichte Haut- oder Schleimhautreizungen hervorrufen. Beim Verschlucken großer Mengen Wasser sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber möglich.

So finden Sie sichere Badestellen

Wer sichergehen möchte, dass sein Lieblingsbad unter den 57 kontrollierten Stellen ist, kann die Badegewässerkarte unter www.badewasser-mv.de nutzen. „Sollten den Bürgerinnen und Bürgern andere Gewässer bekannt sein, in denen viel gebadet wird, kann dies beim Gesundheitsamt gemeldet werden“, bittet der Landkreis.

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