Bei einer feierlichen Zeremonie im Weißen Haus hat sich der frühere US-Präsident Donald Trump unerwartet vor König Charles III. gedrängt und das Händeschütteln mit ranghohen US-Politikern an sich gerissen. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, als der britische Monarch zu einem offiziellen Besuch in Washington weilte.
Plötzlicher Vorstoß Trumps
Während König Charles in der Empfangshalle des Weißen Hauses die anwesenden Gäste begrüßte, trat Donald Trump plötzlich von der Seite hinzu und positionierte sich vor dem Monarchen. Ohne erkennbare Absprache begann er, den Politikern die Hände zu schütteln, während Charles verdutzt danebenstand. Die anwesenden Fotografen und Kameraleute hielten den Moment fest, der schnell in den sozialen Medien viral ging.
Reaktionen aus dem Umfeld
Ein Sprecher des Königshauses äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Aus Kreisen des Weißen Hauses verlautete, dass man die Situation als „unangenehm“ empfunden habe. Einige republikanische Abgeordnete verteidigten Trump hingegen und sprachen von einem „spontanen Ausdruck seiner Volkstümlichkeit“. Demokratische Politiker kritisierten das Verhalten als respektlos gegenüber dem britischen Gast.
Hintergrund des Besuchs
König Charles III. hält sich zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in den USA auf, der unter anderem Gespräche mit Präsident Joe Biden und Vertretern des Kongresses vorsieht. Die Zusammenkunft im Weißen Haus war als Empfang für hochrangige US-Politiker und Diplomaten geplant. Trump, der nicht offiziell auf der Gästeliste stand, war offenbar kurzfristig erschienen.
Bewertung von Experten
Protokollexperten zeigten sich entsetzt über den Regelverstoß. „Ein solches Verhalten ist ein schwerer Verstoß gegen das diplomatische Protokoll“, sagte die ehemalige Protokollchefin des Auswärtigen Amtes, Barbara von Ow. „Der König ist das Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs, und jeder Gast sollte ihm den Vortritt lassen.“ Andere Beobachter werteten den Vorfall als weiteren Ausdruck von Trumps Hang zur Selbstdarstellung.
Auswirkungen auf die Beziehungen
Ob der Vorfall die britisch-amerikanischen Beziehungen belasten wird, bleibt abzuwarten. Offizielle Stellen in London und Washington bemühten sich, die Wogen zu glätten. Ein Sprecher des britischen Außenministeriums betonte die „hervorragende Partnerschaft“ beider Länder. Trump selbst äußerte sich nicht zu dem Zwischenfall, postete jedoch auf seiner Plattform ein Bild von sich beim Händeschütteln mit den Worten „Making friends again!“



