Udoversum: Udo Lindenbergs Leben in Hamburg ausgestellt
Udoversum: Udo Lindenbergs Leben in Hamburg

Handgeschriebene Songtexte, extravagante Bühnenoutfits, originale Instrumente, alte Fotografien aus mehreren Dekaden und natürlich ganz viele Kunstwerke – in Hamburg dreht sich eine neue Udo-Lindenberg-Ausstellung um das aufregende Leben des Panikrockers. Von Donnerstag an zeigt „Udoversum“ im „Stilwerk“ am Fischmarkt hunderte Exponate rund um den Panikrocker.

Einblicke in sechs Jahrzehnte Bühnenleben

Auf drei Etagen sind im „Stilwerk“ die unterschiedlichsten Exponate rund um den außergewöhnlichen Sänger, Schlagzeuger, Maler und Rebell zu finden. Darunter sind zahlreiche bislang unveröffentlichte Exponate aus Lindenbergs Leben: ein Nasa-Raumfahrtanzug, Requisiten aus dem 1980 veröffentlichten Film „Panische Zeiten“, ein von Udo voll gemaltes Buch aus dem Hotel „Atlantic“, ein Schlagzeug, Kleidung des Panikrockers – von der Lederjacke über den Nadelstreifenanzug bis zum Bademantel – und Fotos von Udo aus allen Jahrzehnten.

Kunstwerke und Likörelle im Fokus

Großer Schwerpunkt der bis Anfang Oktober geöffneten Ausstellung ist Udo Lindenbergs künstlerisches Schaffen mit Stift und Pinsel. „Seine berühmten Likörelle, mit Likör gemalte Werke, treffen auf großformatige Bilder, Skizzenbücher und bislang ungesehene Arbeiten aus seinem Atelier“, teilte der Veranstalter dazu mit. Lindenberg selbst zeigte sich begeistert: „So eine geile Ausstellung. Sehr toll gemacht. Das macht süchtig. Das hier ist ein sehr schönes Geschenk – das Udoversum.“ Der Panikrocker wird am 17. Mai 80 Jahre alt.

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Prominente Gäste zur Eröffnung

Zur Eröffnung der Ausstellung vor hunderten geladenen Gästen gab Lindenberg mehrere Lieder zum Besten. Mit Klavierbegleitung sang er „Hinterm Horizont geht‘s weiter“ und nach kurzem Gurgeln mit Eierlikör stimmte er „Sternenreise“ und – gemeinsam mit einem Kinderchor – den Anti-Kriegs-Klassiker „Wozu sind Kriege da?“ an. Als Überraschungsgast kam später Otto Waalkes – mit dem er einst in einer WG wohnte – auf die Bühne. Als letztes Lied des Abends gab Udo Lindenberg „Bis ans Ende der Welt“ zum Besten.

Würdigung durch Wegbegleiter

Zuvor wurde er von Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) und Dragqueen Olivia Jones in kurzen Reden gewürdigt. Jones hob vor allem seinen Kampf gegen rechts und für Toleranz hervor. „Du hast dich schon für queere Rechte und Diversität eingesetzt und stark gemacht, als der Begriff quasi noch ein Fremdwort war und Vielfalt nur Biologen beeindruckt hat. Was du für uns getan hast, für Minderheiten, dafür können wir dir gar nicht genug danken, mein Panikhase.“ Brosda zeigte sich beeindruckt, dass Lindenberg nicht nur als Musiker und Maler, sondern auch als Künstler mit Haltung begeistert. „Dieser Mann zerfällt in so viele unterschiedliche Facetten, die aber immer wieder eins ergibt – nämlich Udo Lindenberg.“

Vom Schlagzeuger zur Legende

Udo Lindenberg wurde am 17. Mai 1946 im westfälischen Gronau geboren. Schon früh machte er als Schlagzeuger von sich reden, spielte in verschiedenen Bands, zog nach Hamburg und schaffte mit „Alles klar auf der Andrea Doria“ 1973 den Durchbruch – der Rest ist Geschichte. Die Ausstellung „Udoversum“ ist noch bis Anfang Oktober im Stilwerk in Hamburg zu sehen.

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