Trump wehrt sich gegen Vorwürfe: "Ich stehe nicht unter Druck"
US-Präsident Donald Trump (79) hat erneut mit scharfen Angriffen auf Medienberichte über den anhaltenden Iran-Konflikt für Aufsehen gesorgt. In einer Serie von Beiträgen auf seiner Plattform "Truth Social" wies der Präsident am Montag Vorwürfe zurück, er stehe unter Zeitdruck, ein Abkommen mit Teheran zu schließen.
Medienberichte als "Fake News" bezeichnet
Trump reagierte damit auf Berichte, die ihn unter Druck sehen, die seit siebeneinhalb Wochen andauernden Kampfhandlungen zu beenden. Ursprünglich hatte der Präsident zu Kriegsbeginn einen Zeitraum von "vier bis sechs Wochen" für die militärische Auseinandersetzung genannt.
"Ich habe in den Fake News gelesen, dass ich unter Druck stehe, ein Abkommen zu schließen. Das stimmt nicht!" schrieb Trump in einem seiner Beiträge. "Ich stehe in keiner Weise unter Druck, obwohl alles relativ schnell gehen wird! Die Zeit ist nicht mein Feind."
Umfragewerte und wirtschaftliche Bedrohungen
Die Äußerungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt:
- Trumps Umfragewerte zeigen sinkende Tendenz
- Die Sperrung der Straße von Hormus bedroht die Weltwirtschaft
- Die zweiwöchige Waffenruhe nähert sich ihrem Ende
In weiteren Beiträgen griff Trump auch die Umfrageinstitute an: "Die Umfragen sind manipuliert, genau wie die Präsidentschaftswahlen 2020 manipuliert waren." Den Medien warf er vor: "Die antiamerikanischen Fake-News-Medien hoffen auf einen Sieg des Irans, aber das wird nicht passieren, denn ich habe das Sagen!"
Verhandlungsaussichten verschlechtern sich
Hintergrund der emotionalen Reaktion sind sich verschlechternde Aussichten auf eine friedliche Einigung:
- Das Iran-Regime nahm die Öffnung der Straße von Hormus nach kurzer Zeit wieder zurück
- Ölpreise bleiben auf hohem Niveau
- Teheran signalisierte zunächst kein Interesse an neuen Gesprächen
US-Vizepräsident JD Vance reist dennoch nach Pakistan, wo amerikanische und iranische Unterhändler zu Friedensgesprächen erwartet werden. Diese sollen stattfinden, bevor das Waffenstillstandsabkommen am Dienstagabend ausläuft.
Trumps Vision für ein künftiges Abkommen
Der US-Präsident äußerte sich auch zu seinen Vorstellungen für ein mögliches Abkommen: "Das Abkommen, das wir mit dem Iran aushandeln, wird VIEL BESSER sein als der JCPOA." Dabei bezog er sich auf den Atom-Deal der Obama-Ära, den er wiederholt als "schlechtesten Deal der Welt" bezeichnet hatte.
Trump betonte: "Es war ein garantierter Weg zu Atomwaffen, was mit dem Abkommen, an dem wir arbeiten, nicht passieren wird und auch nicht passieren kann." Gleichzeitig wies er darauf hin, dass er sich nicht zu einem suboptimalen Abkommen drängen lassen werde.
Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft auf die Entwicklung der Verhandlungen in Pakistan blickt. Trumps öffentliche Verteidigung seiner Position zeigt die politische Sensibilität des Themas inmitten sinkender Umfragewerte und wirtschaftlicher Unsicherheiten.



