Petersberger Klimadialog: Schneider fordert schnellere Energiewende als Schlüssel gegen Klimakrise
Schneider: Bei Energiewende schneller und besser werden

Petersberger Klimadialog startet mit dringendem Appell für beschleunigte Energiewende

In Berlin hat Bundesumweltminister Carsten Schneider den Petersberger Klimadialog eröffnet, eine internationale Klimakonferenz mit Teilnehmern aus über 30 Staaten. Als Gastgeber betonte der SPD-Politiker die Dringlichkeit einer schnellen globalen Energiewende und verwies auf die drängenden Themen der Klimakrise. „Es ist klar, dass diese Krise eine Krise der fossilen Energien ist“, sagte Schneider und hob hervor, dass die Abhängigkeit von Öl, Gas oder Kohle ein nicht kalkulierbares Risiko darstelle, auch für Deutschland. Im Gegensatz dazu seien erneuerbare Energiequellen Sicherheitsenergien, die einen entscheidenden Hebel im Kampf gegen den Klimawandel bilden.

Schneider: Erneuerbare als größter Hebel gegen Klimawandel

Der Minister betonte, dass die Energiewende zwar fortgeschritten, aber nicht zu stoppen sei. „Aber wir müssen schneller und besser werden, denn unser Planet heizt sich immer weiter auf“, mahnte Schneider. Er wies darauf hin, dass der Druck gegen Klimapolitik weltweit spürbar sei, oft durch andere Krisen in den Hintergrund gedrängt. Dennoch zeige eine Umfrage in Deutschland, dass 70 Prozent der Bevölkerung die Zielsetzung der Klimaneutralität bis 2045 unterstützen. „Nur weil die Gegner oft lauter sind, heißt es nicht, dass sie die Mehrheit sind“, so der Umweltminister.

UN-Generalsekretär Guterres mahnt zur Einhaltung von Klimazielen

In einer Videobotschaft wandte sich UN-Generalsekretär António Guterres an die Konferenzteilnehmer und ermahnte sie, bei der Reduzierung von Treibhausgasen und der Finanzierung des internationalen Klimaschutzes nicht nachzulassen. „Wir können die Fehler der Vergangenheit wiederholen, oder wir können eine Revolution der Erneuerbaren von der Kette lassen. Lassen Sie uns die richtige Wahl treffen, für die Stabilität des Klimas, für Energiesicherheit, für eine lebenswerte Zukunft“, appellierte Guterres.

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Internationale Zusammenarbeit im Fokus der Konferenz

Bei der Eröffnungsveranstaltung der zweitägigen Konferenz sprachen auch der türkische Umweltminister Murat Kurum und sein australischer Kollege Chris Bowen, die gemeinsam die nächste Weltklimakonferenz COP31 in Antalya im November vorbereiten. Kurum betonte, dass die multilaterale Zusammenarbeit geschwächt, aber nicht beendet sei. Er rief alle Länder auf, ihre nationalen Klimaziele einzureichen, da noch 43 Staaten mit ihren Meldungen im Rückstand seien. Zudem müssten Geldgeber ihre Finanzierungszusagen für den globalen Klimaschutz einhalten und die entsprechenden Töpfe auffüllen.

Der Petersberger Klimadialog, der seit 2010 von Deutschland veranstaltet wird und die UN-Klimakonferenzen ergänzt, findet dieses Jahr mit rund 400 Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft in Berlin statt. Ursprünglich auf dem Petersberg bei Bonn abgehalten, hat sich die Konferenz zu einem wichtigen Forum für den internationalen Klimadialog entwickelt.

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