Russland verkündet Waffenruhe für 8. und 9. Mai in Ukraine-Krieg
Russland: Waffenruhe am 8. und 9. Mai

Am 8. und 9. Mai, den Tagen, an denen weltweit des Endes des Zweiten Weltkriegs gedacht wird, will die russische Armee angeblich die Waffen in der Ukraine ruhen lassen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Armee folge damit einem Befehl von Machthaber Wladimir Putin, hieß es in der Mitteilung.

Kein offizielles Angebot aus Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor gegenüber Journalisten erklärt, dass Kiew keine offiziellen Vorschläge für eine mögliche Feuerpause am 9. Mai erhalten habe. Dennoch drohte das russische Verteidigungsministerium bereits mit Vergeltungsschlägen auf das Stadtzentrum von Kiew, falls die Ukraine die Waffenruhe brechen sollte.

Bisherige Waffenruhen hielten nicht

Zuvor hatten Putin und US-Präsident Donald Trump über eine solche Möglichkeit gesprochen – allerdings beschränkt auf den 9. Mai. Vergangene Woche sagte Trump, er habe Putin eine kleine Waffenruhe vorgeschlagen. Am 9. Mai wird in Russland traditionell der Sieg der Sowjetunion über Deutschland im Zweiten Weltkrieg gefeiert, auch wenn Moskau dieses Jahr nur eine reduzierte Militärparade plant.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Putin zu symbolträchtigen Daten angebliche Feuerpausen ankündigt: etwa zu Weihnachten 2023 oder zu Ostern 2025 und 2026. Keine davon hielt vollständig; stets beschuldigten sich beide Seiten gegenseitig, dagegen verstoßen zu haben.

Erneute Angriffe mit Toten

Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine kamen erneut Menschen ums Leben. Ukrainischen Behörden zufolge wurden in der Stadt Merefa in der ostukrainischen Region Charkiw bei einem Raketenangriff am Vormittag sieben Menschen getötet. Im Süden des Landes starben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff.

In der Nacht auf Montag wurde zudem ein Hochhaus in der russischen Hauptstadt Moskau von einer ukrainischen Drohne getroffen. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde dabei niemand verletzt.

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