Schah-Sohn Pahlavi bei Illner: „Ein Meer aus Blut“ – Appell an Deutschland
Pahlavi bei Illner: „Ein Meer aus Blut“ – Appell an Berlin

Reza Pahlavi bei Illner: Eindringlicher Appell an die Bundesregierung

Reza Pahlavi (65), Sohn des letzten Schahs von Persien und prominente Oppositionsfigur im Exil, hat sich in der Talkshow von Maybrit Illner mit einem dringenden Hilferuf an die deutsche Bundesregierung gewandt. Bislang verweigert die Bundesregierung Gespräche mit ihm. Pahlavi kritisierte dies scharf: „Das iranische Volk sieht, dass seine Opfer nirgendwo erwähnt werden. 40.000 Menschen wurden an einem einzigen Tag getötet, doch niemand spricht über einen Waffenstillstand ihnen gegenüber oder über ein Regime, das weiterhin Menschen hinrichtet.“

Vorwurf der Erpressung

Pahlavi beklagte, dass Politiker, mit denen er spreche, Angst vor Erpressung hätten oder dass die Welt vom Iran als Geisel gehalten werde. Es sei eine „Schande“, dass das Mullah-Regime „dank der politischen Führer in Ihrem Land diktieren kann, mit wem Sie sprechen können“. Er richtete sich direkt an die Bundesregierung: „Sich dieser Erpressung zu beugen, hat uns an diesen Punkt gebracht. Die Beschwichtigung, die seit Jahren lief, hat uns hierhergebracht. Dieses Regime sollte Ihnen nicht diktieren, mit wem Sie sprechen!“

Widerstand gestärkt

Der oft erhobene Vorwurf, schon sein Vater habe den Iran unterdrückt, greife laut Pahlavi zu kurz. Heute riefen die Menschen bei Demonstrationen im Iran und in allen 31 Provinzen, einschließlich der kurdischen Gebiete, sowohl seinen Namen als auch den seines Vaters. Er betonte: „Es gibt keinen Weg zurück. Der Kampf wird fortgesetzt werden, ob uns die Welt nun hilft oder nicht!“

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Hoffnung auf Machtwechsel

Pahlavi sieht den Widerstand gestärkt: „Die Menschen sind entschlossener als je zuvor, weiterzukämpfen, bis wir dieses Regime überwunden haben. Mittlerweile trennt uns ein Meer aus Blut von diesem Regime.“ Seine Hoffnung richtet sich auf einen Machtwechsel: „Die Welt muss verstehen, dass das Regime jetzt wirklich aus dem Gleichgewicht gebracht worden ist durch diese jüngste Militärkampagne.“ Zugleich warnte er vor weiterer Erpressung durch die Revolutionsgarden und forderte „mehr Entschlossenheit und Mut der westlichen Regierungen, ganz besonders Europas“.

Sein abschließender Appell: „Wenn ich mit den Opfern dieses Regimes spreche, einschließlich der Opfer des Massakers vom 8. und 9. Januar, dann bestehen sie darauf, dass unser Kampf fortgesetzt wird. Sie sagen: Unsere Kinder sollen nicht umsonst gestorben und massakriert worden sein.“

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