Bundespräsidentin gesucht: Ilse Aigner im Fokus – Wer unterstützt sie?
Ilse Aigner als Bundespräsidentin: Wer ist dafür?

In weniger als einem Jahr scheidet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) aus dem Amt. Eine Frau soll ihm nachfolgen, darin sind sich Union, SPD und Grüne einig. Doch wer wird es? Gestern ging Markus Söder in die Offensive und schlug Ilse Aigner vor. Lobeshymnen aus der SPD und eine kalte Schulter vom Kanzler: Wer will sie – und wer nicht?

Wer will Ilse Aigner?

CSU-Chef Markus Söder (53): Er brachte den Stein ins Rollen. „Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung“, sagte Bayerns Ministerpräsident in einem Interview mit der Münchner „tz“.

CSU-Vize Manfred Weber (53): Der Chef der Konservativen im EU-Parlament erklärte gegenüber BILD: „Ilse Aigner steht für Integrität, Bürgernähe und eine klare Haltung – über Parteigrenzen hinweg verbindend und entschlossen gegen Extremismus. Genau so eine Bundespräsidentin braucht Deutschland jetzt.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

SPD-Politiker Hubertus Heil (53): Der ehemalige Arbeitsminister schwärmte im „Tagesspiegel“ von Aigner: „Ich kenne und schätze Ilse Aigner seit vielen Jahren. Sie ist eine kluge und verantwortungsbewusste Demokratin und wäre mit Sicherheit eine geeignete Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.“

Wer könnte sie vielleicht wollen?

SPD-Chef Lars Klingbeil (48) lobte Aigner über den Klee: „Ich schätze Ilse Aigner sehr. Ich halte sie für eine Brückenbauerin.“ Allerdings hatten Merz und Klingbeil sich darauf verständigt, erst im Herbst eine Kandidatin zu küren. Bis dahin sollte vorrangig nach einer überparteilichen Frau Ausschau gehalten werden.

CDU-Chef Friedrich Merz (70) traf der überraschende Vorstoß beim EU-Gipfel auf Zypern. Wenig begeistert konterte der Kanzler: „Wir haben verabredet, dass diese Frage im Herbst entschieden wird. Bis dahin nehme ich Vorschläge mit Interesse zur Kenntnis.“ Es würden „verschiedene Namen“ genannt werden.

Die Parteispitzen der Grünen und der Linken ließen eine BILD-Anfrage unbeantwortet. Zumindest Letztere dürften wohl kaum eine CSU-Frau ins höchste Staatsamt wählen.

Wer will sie nicht?

AfD-Chefin Alice Weidel (47) lehnt Aigner ab. Weidel zu BILD: „Wir als AfD sind davon überzeugt, dass der Bundespräsident eine über allen Parteien und Lagern stehende und in der gesamten Nation angesehene Respektsperson sein muss und nicht etwa ein versorgungsbedürftiger Parteipolitiker, der das höchste Staatsamt missbraucht, um weiterhin Parteipolitik zu betreiben.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration