Mallorca-Star Lorenz Büffel (47, bürgerlich Stefan Scheichel-Gierten) ist nicht nur auf der Bühne ein Phänomen, sondern lebt auch privat in seiner eigenen Galaxie. Auf der Insel öffnete der Musiker erstmals exklusiv für BILD sein privates, geheimes Star-Wars-Museum. Es beherbergt tausende Sammlerstücke, darunter zertifizierte Original-Filmrequisiten und sogar Haare.
Die Anfänge einer außergewöhnlichen Leidenschaft
Seine Leidenschaft begann vor 40 Jahren im Krankenbett. Büffel erklärte gegenüber BILD: „Als Kind hatte ich Scharlach mit heftigem Fieber. Da habe ich zum ersten Mal die ersten drei Teile von Star Wars gesehen.“ Es war Liebe auf den ersten Blick. „Die ersten Sammlerstücke bekam ich von meinem Cousin: die Original-Kenner-Merchandise-Figuren mit Obi-Wan Kenobi, Luke Skywalker, Meister Yoda, Han Solo und Prinzessin Leia aus der allerersten Serie. Sie stammen vermutlich von 1979 oder 1980.“
Die Schatzkammer auf Mallorca
Heute besitzt Büffel auf Mallorca eine eigene Schatzkammer. Die Sammlung umfasst tausende Teile: Figuren, Masken, Kostüme, Aufkleber, Karten und Pappaufsteller. Besonders ältere Stücke haben es dem Sammler angetan. Er schätzt, dass er mindestens 10.000 Euro investiert hat. „Es liegt auf jeden Fall im fünfstelligen Bereich“, so Büffel. Das teuerste Stück ist eine kleine Figur, die er für ein paar Hundert Euro kaufte und die heute den Wert eines Kleinwagens hat.
Pädagogischer Wert und ungewöhnliche Exponate
Am pädagogisch wertvollsten findet Büffel Yoda: „An Yoda kann ich meinen Kindern erklären, es geht nicht immer nur um Größe und Muckis. Der stärkste Jedi ist Meister Yoda, der Kleinste. Es geht darum, wie intelligent, gebildet und gentlemanlike du bist.“ Das ungewöhnlichste Exponat? „Ich sammle gerne Haare, das hört sich komisch an“, gesteht er. Er besitzt Büschel von Chewbacca und einem Wampa. Fehlen tun ihm noch „die Ohrhaare von Meister Yoda“.
Reaktionen von Familie und Freunden
Büffel selbstkritisch: „Der Großteil denkt, dass ich wirklich einen an der Klatsche habe. Aber andere gehen zum Fußball oder fliegen an die Playa, ich habe mein Zimmer.“ Er besitzt sogar eine komplette Star-Wars-Weihnachtsdeko und baut sich zu Weihnachten einen eigenen Weihnachtsbaum. Auch gesteht er: „Ich habe die Speisekarte der Cantina-Bar in Disney World mitgehen lassen.“
Seine Ehefrau Emily (32) war anfangs wenig begeistert. „Am Anfang unserer Beziehung fand ich es schwierig, er wollte mir euphorisch alle Filme zeigen, ich bin jedes Mal eingeschlafen“, sagt sie. „Mittlerweile unterstütze ich ihn in seinem Star-Wars-Wahnsinn und bin selbst zur Sammlerin geworden – mit Pokémon-Karten, Disney und allem, was unsere Kinder gut finden.“ Diskussionen gibt es mit dem fünfjährigen Sohn: „Wie bekloppt ist es, dass du ein ganzes Zimmer mit Spielsachen hast und nicht willst, dass damit gespielt wird?“, rüffelt er seinen Papa.
Ein Kosmos zum Glücklichsein
Für Büffel ist die Sammlung weit mehr als ein Hobby: „Mir geht es darum, glückselig zu sein. Wenn ich mich einmal im Kreis drehe, gucke ich mir alle Sachen an, mache abends das Licht aus, sehe als Letztes den Todesstern und mache glücklich die Tür hinter mir zu.“ Ein Wunsch bleibt offen: „Ich hoffe, dass ich irgendwann ein Foto mit Luke Skywalker machen könnte, das wäre brutal!“
Am 19. Juni erscheint Büffels erstes Album „Hier kommt der Büffelmann“ – nach 20 Jahren Karriere. „Mein erstes und einziges Album. 20 Jahre, 20 Hits. Sehr emotional.“ Auch ein besonderer Fan-Wunsch wurde erfüllt: „Wir haben aus meinem Intro endlich einen Song gemacht: ‚Hier kommt der Büffelmann‘.“



