Tierarzt warnt: Mittelmeer-Urlaub kann für Hunde zur tödlichen Falle werden
Mittelmeer-Urlaub: Tödliche Gefahr für Hunde

Urlaub ohne Hund? Für viele Halter undenkbar. Daher reisen zahlreiche Vierbeiner mit ans Mittelmeer. Doch genau dort lauert eine unsichtbare Gefahr, die viele unterschätzen. Winzige Insekten können unbemerkt schwere Krankheiten übertragen. Tierarzt Dr. Ingo Schäfer warnt eindringlich vor den Risiken.

Urlaub im Süden: Gesundheitsfalle für Hunde

Der Urlaub im Süden klingt verlockend. Für Hunde aus Mittel- und Nordeuropa kann er jedoch zur Gesundheitsfalle werden. „Hunde können sich in Mittelmeer-Regionen mit vielen Krankheiten infizieren“, erklärt Schäfer gegenüber PETBOOK. Der Grund: Ihr Immunsystem kennt diese Erreger nicht und kann sie daher nicht effektiv bekämpfen.

Mittelmeerraum: Parasiten als unsichtbare Bedrohung

Länder wie Spanien, Italien, Kroatien oder Griechenland gelten als Traumziele für Urlauber. Doch dort leben auch Parasiten, die es in Deutschland kaum gibt. Besonders problematisch sind Sandmücken und Stechmücken. Diese kleinen Blutsauger sind nicht nur lästig – sie übertragen Krankheiten, die für Hunde lebensbedrohlich werden können. Durch den Klimawandel breiten sich einige dieser Arten sogar weiter nach Norden aus.

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Leishmaniose: Die unterschätzte Gefahr

Eine der bekanntesten Krankheiten ist die Leishmaniose. Sie wird durch Stiche von Sandmücken übertragen und gilt als typische Mittelmeerkrankheit. Die Symptome sind tückisch: Geschwollene Lymphknoten, Haarausfall, Appetitlosigkeit oder Hautveränderungen können auftreten. Oft sind die Anzeichen unspezifisch und schwer zu erkennen. In schweren Fällen endet die Krankheit für das betroffene Tier tödlich. Besonders problematisch: Selbst ein guter Schutz vor Mücken und Zecken bietet keine absolute Sicherheit. Kein Mittel wirkt zu 100 Prozent.

So schützen Sie Ihren Hund

Wer die Reise bereits geplant hat, sollte Vorsichtsmaßnahmen treffen. Tierarzt Schäfer empfiehlt spezielle Spot-on-Präparate gegen Mücken und Zecken. Außerdem wichtig: Spaziergänge in der Dämmerung und am frühen Morgen vermeiden. Genau dann sind die Insekten am aktivsten. Hunde sollten in dieser Zeit nicht draußen bleiben. Auch das Umfeld spielt eine Rolle. Offene Wasserstellen, Müll oder feuchte Keller ziehen Mücken an. Fliegengitter an Fenstern können helfen, ebenso wie saubere Außenbereiche.

Das Risiko bleibt bestehen

Trotz aller Maßnahmen bleibt ein Restrisiko. Besonders kritisch ist, dass viele dieser Krankheiten den Hund ein Leben lang begleiten. „Wenn der Hund sich einmal infiziert hat, bleibt er bei vielen Erregern lebenslang infiziert“, warnt Schäfer. Sein klarer Rat: Halter sollten gut abwägen, ob sie ihren Hund wirklich mit in den Urlaub an das Mittelmeer nehmen oder ihn besser in sichere Betreuung geben.

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