Er ist der „Hot Doc“ im Netz: Felix Berndt, besser bekannt als Doc Felix, hat auf Instagram über 2,2 Millionen Follower. Der 34-Jährige zeigt Muskeln, teilt Medizinwissen und gilt als Vorbild für einen gesunden Lebensstil. Doch der Weg zum Erfolg war steinig – vor allem wegen der Kritik von Berufskollegen.
Vom Medizinstudenten zum Influencer
Felix Berndt studierte sechs Jahre Medizin in Heidelberg und Düsseldorf und startete parallel seine Social-Media-Karriere. Heute arbeitet er nicht in einer Praxis, sondern als Vollzeit-Influencer unter dem Namen Doc Felix. Auf seinen Kanälen behandelt er Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung und Darmgesundheit. Hinter dem gebürtigen Hagener steht inzwischen ein eigenes Content-Team.
Warum „Doc“ ohne Doktortitel?
Obwohl Felix Berndt keinen Doktortitel besitzt, ist er approbierter Arzt. Der Name „Doc Felix“ soll verdeutlichen, dass es auf seinem Kanal um Medizin geht, nicht um Lifestyle oder Mode. Diese Bezeichnung wurde zu seiner Marke. Seine Motivation: Im Studium bemerkte er, dass Patienten Ratschläge oft nicht umsetzen, während Inhalte aus dem Netz Wirkung zeigen. Das brachte ihn auf die Idee, Medizin anders zu vermitteln.
Anfängliche Ablehnung durch Kollegen
Zu Beginn erntete er aus der eigenen Branche viel Gegenwind. Über die Reaktionen von Kommilitonen und Ärzten sagt er: „Es war ganz furchtbar. Die Kollegen fanden meinen Content blöd, weil sie das gar nicht verstanden haben.“ Besonders schlimm war es, wenn Ärzte ihn als „Wichtigtuer“ abkanzelten. Viele wollten lange nicht akzeptieren, dass ein Arzt mit Social Media mehr Menschen erreichen kann als im klassischen Praxisalltag.
Heute: Millionenpublikum statt Einzelpraxis
Statt nur einzelne Patienten zu behandeln, spricht Doc Felix online ein Millionenpublikum an. „Über Instagram kann ich in den Alltag der Menschen eingreifen. Ich erreiche sie auf dem Klo, beim Kochen – und zeige ihnen, wie geil ein gesundes Leben ist“, erklärt er. Auf der Fitnessmesse FIBO in Köln, wo er als Werbepartner für Gillette auftrat, traf ihn BILD zum Interview.
Ex-Kritiker bitten heute um Rat
Die Skepsis vieler Kritiker hat sich inzwischen gelegt. „Jetzt verstehen sie, dass Social Media wichtig ist, wollen damit anfangen und melden sich bei mir für Tipps“, so Felix. Aus anfänglichen Gegnern sind Nachfrager geworden.



