Schwerer Unfall am „Utkiek“: Bürgermeister äußert sich zum Sturz eines Sechstklässlers
Unfall am „Utkiek“: Bürgermeister äußert sich

Schwerer Unfall am „Utkiek“: Bürgermeister äußert sich zum Sturz eines Sechstklässlers

In Brüssow in der Uckermark hat ein schwerer Unfall auf dem Aussichtsberg „Utkiek“ für Aufsehen gesorgt. Ein zwölfjähriger Junge stürzte am vergangenen Wochenende von der Anhöhe und wurde dabei schwer verletzt. Der Vorfall ereignet sich nur wenige Wochen nach dem ersten Spatenstich für einen neuen Aussichtsturm, der ab Sommer noch mehr Besucher anlocken soll. Bürgermeister Torsten Eich (CDU) äußerte sich nun zu den Umständen des Unglücks und den Diskussionen um die Sicherheit des Projekts.

Unfallhergang: Jugendlicher überwand Umzäunung

Nach Angaben des Bürgermeisters hatte der Sechstklässler die stabile Holzumrandung des Aussichtspunkts überwunden. „Er hat nicht den befestigten Fußweg nach unten genutzt, sondern sich auf den extrem steilen Abhang mit Blick auf den Supermarkt begeben. Das konnte nicht gut gehen“, so Eich. Der Junge sei mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und habe versucht, den Abhang hinunterzufahren. Dabei stürzte er und zog sich schwere Verletzungen zu. „Das ist lebensgefährlich“, mahnte das Stadtoberhaupt.

Rettungseinsatz und Gesundheitszustand

Der Rettungsdienst wurde von Altersgenossen alarmiert, die den Unfall miterlebt hatten. Aufgrund der Nähe zur Rettungswache in Carmzow waren die Helfer schnell vor Ort. Der schwer verletzte Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik geflogen. Offizielle Informationen zu seinem aktuellen Gesundheitszustand liegen derzeit nicht vor. Die Polizei wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorfall äußern.

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Bürgermeister: Keine Schuld der Infrastruktur

In der Kleinstadt wird nun heftig über das Tourismusprojekt „Utkiek“ diskutiert. Bürgermeister Eich stellte jedoch klar, dass der Unfall nicht auf die baulichen Gegebenheiten zurückzuführen sei. „Der Unfall hatte nichts mit der Infrastruktur dort zu tun. Die genügt allen Anforderungen. Es wurde baulich nichts falsch gemacht. Vor dieser Art Leichtsinn schützt auch die höchste Mauer nicht“, sagte Eich. Er betonte, dass man auch die Alpen nicht abreißen würde, nur weil Berge potenziell gefährlich seien. Sein Mitgefühl gelte dem verunglückten Jungen und seiner Familie: „Möge er schnell gesund werden.“

Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen geplant

Gemeinsam mit dem Amt habe die Kommune bereits beraten, welche zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden können. „Wir schauen uns an, was man prophylaktisch vielleicht zusätzlich noch tun kann, aber wie zuvor erwähnt: Gegen Leichtsinn gibt es keinen endgültigen Schutz. Da kann man nur an die Vernunft aller Besucher dort oben appellieren“, so Eich. Der „Utkiek“ ist eine 20 Meter hohe Erhebung am Stadtrand von Brüssow. Geplant ist eine 8,60 Meter hohe, verzinkte Metallkonstruktion, die ab Sommer einen noch besseren Rundumblick bieten soll. Der erste Spatenstich für das Projekt fand Ende März 2026 statt.

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