Gianni Infantino, Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, hat die anhaltende Kritik an den hohen Ticketpreisen für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 entschieden zurückgewiesen. Die Endrunde findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt.
Infantino verteidigt Ticketpolitik
Während des FIFA-Kongresses am Donnerstag in Vancouver betonte Infantino, dass die Nachfrage nach Eintrittskarten enorm sei. „Wir hatten 500 Millionen Ticketanfragen. Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften zusammen hatten wir 50 Millionen Ticketanfragen“, erklärte der Schweizer. Diese Zahl untermauere das immense Interesse an dem Turnier.
Kritik von Verbraucherschützern
In den vergangenen Wochen hatten Verbraucherschützer und Fans aus Europa scharfe Kritik an der Ticketvergabe der FIFA geübt. Sie reichten sogar eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Infantino reagierte darauf mit dem Hinweis, dass es neben teuren auch günstige Tickets gebe. „Es gibt teure Tickets, ja, aber es gibt auch erschwingliche Tickets“, sagte er.
Einnahmen für den Fußball
Der FIFA-Chef rechtfertigte die Preisgestaltung zudem mit der Finanzierung des Fußballs weltweit. „Alle Einnahmen, die wir durch die Weltmeisterschaft generieren, gehen zurück an die gesamte Welt und finanzieren den Fußball in allen Ländern“, stellte Infantino klar. Damit wolle man sicherstellen, dass die WM nicht nur ein Event für wenige sei, sondern der gesamten Fußballgemeinschaft zugutekomme.
Die FIFA betont, dass die Ticketpreise in verschiedenen Kategorien angeboten werden, um Fans mit unterschiedlichen Budgets den Besuch zu ermöglichen. Dennoch bleibt die Debatte über die Bezahlbarkeit von Sportereignissen dieser Größenordnung ein kontroverses Thema.



