Prozess um getöteten Polizisten: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft
Staatsanwaltschaft fordert lebenslang nach Polizistentod

Im Prozess um einen bei einer Verfolgungsjagd getöteten Dresdner Polizisten hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Die Anklagebehörde wirft dem jungen Mann mit polnischer Staatsbürgerschaft Mord vor. Er soll in der Absicht gehandelt haben, seine Beteiligung am Diebstahl mehrerer Autos zu verdecken.

Verteidigung plädiert auf mildere Strafe

Der Verteidiger des Angeklagten beantragte hingegen eine Verurteilung wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von nicht mehr als acht Jahren und sechs Monaten. Dabei würde sich die Strafe aus vorangegangenen Haftstrafen wegen des Autodiebstahls und der Tötung des Polizisten zusammensetzen. Für die Tat in Lauchhammer forderte die Verteidigung eine Teilstrafe von sechs Jahren.

Verfolgungsjagd in Südbrandenburg

Der Angeklagte soll im Januar 2025 bei einer Verfolgungsjagd in Südbrandenburg einen 32 Jahre alten Polizisten mit seinem Wagen erfasst und getötet haben. Der junge Beamte war in dem Moment dabei, aus einem Auto auszusteigen. Der Fall hatte bundesweit Anteilnahme ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor, um eine Straftat zu verdecken. Ein Urteil soll voraussichtlich am 6. Mai gesprochen werden.

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