Vier Monate nach dem spektakulären Sparkassen-Coup in Gelsenkirchen gibt es endlich eine positive Nachricht für die betroffenen Bankkunden. Die sichergestellten Gegenstände aus dem Tresorraum werden freigegeben, nachdem die Polizei die Untersuchung von Tausenden Gegenständen abgeschlossen hat.
Hintergrund des Einbruchs
Der Einbruch in die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer (Nordrhein-Westfalen) gilt als einer der größten in der deutschen Kriminalgeschichte. In den Tagen nach Weihnachten des vergangenen Jahres drangen unbekannte Täter in die Bank ein, knackten etwa 3100 Schließfächer und hinterließen ein Bild der Verwüstung. Die Beute wird auf mehr als 100 Millionen Euro geschätzt. Rund 2700 Bankkunden waren betroffen.
Rückgabe der Wertsachen
Polizeisprecherin Merle Trippelsdorf erklärte gegenüber BILD: „Wir haben die Untersuchung der Asservate abgeschlossen und sie freigegeben. Für den weiteren Verlauf des Verfahrens brauchen wir die Gegenstände nicht mehr. Die Rückgabe wird jetzt durch die Sparkasse organisiert.“
Die Sparkasse muss nun sicherstellen, dass die Dokumente und Wertgegenstände an ihre Besitzer zurückgehen. „Vom Schmuckstück der Großmutter bis hin zur wertvollen Uhr war alles dabei“, so Trippelsdorf. Wahrscheinlich ließen die Täter die registrierten Luxusuhren und den auffälligen Schmuck zurück, um später beim Verkauf der Beute nicht entdeckt zu werden. Möglicherweise waren aber auch schlichtweg ihre Taschen schon voll.
Ermittlungen laufen weiter
Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren, so die Polizeisprecherin. Auch die Vernehmungen der insgesamt 2700 betroffenen Bankkunden sind noch nicht abgeschlossen. Die große Sonderkommission wurde inzwischen auf die „EK Kernbohrer“ reduziert. Die Täter gingen bei dem Raub sehr professionell vor und legten unter anderem mit Haaren falsche Spuren. „Es ist ein komplexes Verfahren. Die Anzahl der Geschädigten ist enorm groß, wie auch der Schaden“, sagte Trippelsdorf.
Die Rückgabe der sichergestellten Gegenstände ist ein erster Schritt zur Normalisierung für die vielen betroffenen Kunden, die seit dem Einbruch auf ihre Wertsachen warten mussten.



