Nach einer Serie rechter Straftaten in Cottbus kommen Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) und Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) am Donnerstag zu einem Sicherheitsgespräch zusammen. Ziel ist es, die aktuelle Sicherheitslage in der Stadt zu bewerten und mögliche Konsequenzen zu erörtern. Am Nachmittag (16.00 Uhr) wollen die beiden Politiker nach einem Besuch der jüdischen Gemeinde Stellung nehmen. Auch Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) wird an dem Gespräch teilnehmen.
Hakenkreuz an Synagoge und weitere Vorfälle
Der Staatsschutz der Polizei ermittelt nach mehreren Straftaten in Cottbus und prüft, ob rechte Täter dahinterstecken. In den vergangenen Tagen war ein antisemitischer Schriftzug sowie ein schwarzes Hakenkreuz an die Wand der Synagoge in der Fußgängerzone geschmiert worden. Die Schmiererei wurde unter einer Folie entdeckt. Zudem warfen Unbekannte eine Leuchtfackel in das Haus eines alternativen Wohnprojekts. Auch ein Studentenpfarrer, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert, wurde bedroht.
Demonstration gegen Rechtsextremismus geplant
Als Reaktion auf die Vorfälle haben verschiedene Initiativen für den Abend (19.00 Uhr) eine Demonstration angekündigt, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Die Polizei ermittelt in allen Fällen und bittet die Bevölkerung um Hinweise auf die Täter. Die Stadt Cottbus und die Landesregierung zeigen sich besorgt über die zunehmenden rechtsextremistischen Aktivitäten.



