Am dritten Prozesstag im Fall des getöteten Fabian (8) stand der Vater erneut im Fokus der Gerichtsverhandlung. Seine jüngsten Aussagen sorgten für scharfe Kritik und ließen die Mutter des Jungen tief erschüttert zurück. In einem Interview mit BILD äußerte sie sich deutlich: „Das war einfach nur beschämend.“
Mutter fordert Fokus auf Fabian
Für die Mutter steht fest, dass im Gerichtssaal in erster Linie ihr Sohn Fabian im Mittelpunkt stehen sollte. „Mir ist das einfach nur peinlich, dass er dort sitzt und überhaupt nicht an Fabi denkt“, sagte sie emotional. Sie kritisierte, dass der Vater mit seinen Äußerungen den eigentlichen Zweck des Verfahrens aus den Augen verloren habe.
Vaters Aussagen unter Beschuss
Die Aussagen des Vaters waren bereits in den vorherigen Verhandlungstagen auf Skepsis gestoßen. Am dritten Tag verschärfte sich die Lage, als er erneut Details schilderte, die nach Ansicht der Anklage nicht der Wahrheit entsprechen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Vater vor, den Tod seines Sohnes zu vertuschen. Die Verteidigung hingegen betont, dass der Vater kooperativ sei und die Wahrheit sagen wolle.
Die Mutter zeigte sich angesichts der Entwicklung fassungslos. „Ich kann nicht verstehen, wie man so wenig Respekt vor dem eigenen Kind haben kann“, erklärte sie. Sie appellierte an das Gericht, sich nicht von den Aussagen des Vaters ablenken zu lassen und die Gerechtigkeit für Fabian in den Vordergrund zu stellen.
Der Prozess wird in den kommenden Tagen fortgesetzt. Die Mutter hofft, dass die Wahrheit ans Licht kommt und ihr Sohn die Würde erhält, die er verdient. „Fabian war ein wunderbarer Junge, und ich werde nicht ruhen, bis Gerechtigkeit geschehen ist“, schloss sie.



