Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt können Trauernde in der Nikolaikirche und der Thomaskirche innehalten. Wie der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mitteilte, ist für heute um 17.00 Uhr eine ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche vorgesehen. Beide Kirchen stehen den ganzen Tag über für stille Trauer, Gespräche, Seelsorge und das Anzünden von Kerzen offen.
Zwei Tote und drei Schwerverletzte
Bei dem Vorfall am Montagnachmittag kamen zwei Menschen ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt. Feydt betonte, seine Gedanken seien bei den Verletzten, ihren Angehörigen und den Hinterbliebenen der Toten. Er sprach von einer Welle des Mitgefühls und des Mutes, die er in den letzten Stunden erlebt habe. „Gerade jetzt stärker zusammenzustehen, achtsam füreinander da zu sein, zu trösten und zu trauern, das ist wichtig“, so der Superintendent. Er dankte den Einsatzkräften sowie allen, die vor Ort und aus umliegenden Geschäften und Einrichtungen spontan Hilfe geleistet haben.
Ökumenische Andacht am Nachmittag
Die ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche soll ein Zeichen der Gemeinschaft und des Trostes setzen. Vertreter beider Konfessionen werden daran teilnehmen. Die Kirchen laden alle Bürger ein, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und gemeinsam zu gedenken. Die Stadt Leipzig steht unter Schock, doch das Angebot der Kirchen soll helfen, die Geschehnisse zu verarbeiten und den Opfern Respekt zu zollen.



