Eine 59-jährige E-Scooter-Fahrerin ist am Montag an den Folgen eines Verkehrsunfalls in Berlin gestorben. Laut Polizeiangaben war die Frau am Samstagnachmittag auf der Schützenstraße in Berlin-Mitte in Richtung Friedrichstraße unterwegs, als es an der Kreuzung zur Charlottenstraße zu einem Zusammenstoß mit einem Auto kam.
Unfallhergang und Folgen
Nach bisherigen Ermittlungen soll die Frau an der Kreuzung die Vorfahrt des Autos missachtet haben. Sie wurde von dem Fahrzeug erfasst, stürzte zu Boden und verlor das Bewusstsein. Rettungskräfte brachten sie mit dem Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma in ein Krankenhaus, wo sie trotz intensiver medizinischer Behandlung ihren Verletzungen erlag.
Häufung schwerer E-Scooter-Unfälle
Der Vorfall reiht sich in eine Serie schwerer Unfälle mit E-Scootern in der Hauptstadt ein. Erst vor eineinhalb Wochen stürzten zwei 13-jährige Jungen bei einer Bremsung und erlitten teils schwere Verletzungen. Am 17. April kam eine 14-jährige Fahrerin bei einer Kollision mit einem Auto ums Leben; ihre gleichaltrige Beifahrerin erlitt schwere Kopfverletzungen.
E-Scooter gelten aufgrund ihrer kleinen Räder und der stehenden Fahrposition auf schmalem Trittbrett als anspruchsvoll zu fahren, insbesondere bei Straßenunebenheiten, Vollbremsungen oder Ausweichmanövern. Experten warnen, dass unerfahrene Nutzer, darunter auch Kinder und Jugendliche, die Risiken häufig unterschätzen. Eine Studie aus dem Vorjahr ergab, dass fast die Hälfte aller Unfälle mit schwer verletzten oder getöteten Scooter-Fahrern ohne Fremdverschulden geschah.



