Polizei findet NS-Devotionalien bei Militaria-Händler in Oberbayern
NS-Devotionalien bei Militaria-Händler in Oberbayern

Bei der Durchsuchung eines Lagers eines Händlers für historische Militärgegenstände haben Polizisten in Oberbayern Waffen und Nazi-Devotionalien gefunden. Die Waffen werden nun darauf geprüft, ob sie regelkonform unbrauchbar gemacht wurden, sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts. Falls nicht, könne es sich um Verstöße gegen das Waffenrecht und das Kriegswaffenkontrollgesetz handeln.

Hintergrund der Durchsuchung

Ausgangspunkt der Durchsuchung waren Ermittlungen der Polizei in Brandenburg und der Staatsanwaltschaft Potsdam. Der Händler für Militärgegenstände soll demnach einen Teil des Grundstücks in Oberbayern als Lager angemietet haben. Das weitläufige Areal in Markt Indersdorf im Landkreis Dachau wurde am Dienstagmorgen durchsucht.

Fund von NS-Devotionalien

In einem separaten Raum einer Wohnung des Vermieters auf dem rund 2.000 Quadratmeter großen Gelände fanden die Ermittler verschiedenste Nazi-Devotionalien. Darunter befanden sich eine Dose mit der Aufschrift „Zyklon B“, KZ-Häftlingskleidung und Nazi-Abzeichen. Da die Gegenstände nicht öffentlich gezeigt worden seien, würden zunächst aber nur mögliche waffenrechtliche Verstöße des Händlers und des Vermieters geprüft, hieß es vonseiten des Landeskriminalamts.

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Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei prüft nun, ob die gefundenen Waffen ordnungsgemäß unbrauchbar gemacht wurden oder ob sie eine Gefahr darstellen. Sollten Verstöße festgestellt werden, drohen dem Händler und dem Vermieter rechtliche Konsequenzen.

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