Dynamo Dresden sperrt 69 Hooligans nach Massenschlägerei aus
Dynamo Dresden: 69 Hooligans ausgesperrt

Null Toleranz gegenüber Gewalt: Dynamo Dresden verhängt Hausverbote

Dynamo Dresden verschärft im Kampf gegen Chaoten und Randale die Gangart. Der Zweitligist hat nach einer Massenschlägerei in Thüringen 69 Hooligans aus dem heimischen Rudolf-Harbig-Stadion ausgesperrt. Die Maßnahme folgt auf eine gewalttätige Auseinandersetzung in der Nacht vor dem Auswärtsspiel in Nürnberg.

Massenschlägerei in Thüringen: Über 100 Teilnehmer aus Dresden

Die Polizei löste die Massenschlägerei zwischen Fans von Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg in Thüringen mit einem Großaufgebot auf. Dabei wurden die Personalien von 214 Teilnehmern aus beiden Fanlagern festgestellt. Über 100 von ihnen stammten aus der Region Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Ermittlungen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch eingeleitet.

Von diesen 214 Personen konnten 69 als regelmäßige Besucher des Rudolf-Harbig-Stadions identifiziert werden. Gegen sie hat Dynamo Dresden umgehend ein sofortiges Hausverbot ausgesprochen. Dies bestätigte der Verein gegenüber BILD, nachdem der MDR zuerst darüber berichtet hatte. Geschäftsführer Stephan Zimmermann stellte bereits nach den Ausschreitungen klar: „Für uns gibt es hierbei keinerlei Diskussionspotenzial.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hausverbot gilt bis Saisonende – Hoffnung auf DFB-Verbote

Die 69 identifizierten Schläger dürfen das Harbig-Stadion nicht mehr betreten. Das Verbot war bereits für das letzte Heimspiel gegen Bochum wirksam und gilt zunächst bis zum Ende der aktuellen Saison. Dynamo Dresden hofft darüber hinaus auf bundesweite Stadionverbote, die bei Auseinandersetzungen an sogenannten Drittorten – also nicht im oder um das Stadion – nur der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aussprechen kann. Sollte der DFB diese Verbote nicht bis zur Sommerpause verhängen, kann Dynamo die Hausverbote auch auf die kommende Saison ausdehnen. Der 1. FC Nürnberg hat dies im Fall von rund 80 Schlägern, die von der Polizei dem Nürnberger Umfeld zugeordnet wurden, bereits getan.

Ermittlungen zu Randale gegen Hertha BSC laufen noch

Im Fall der Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Hertha BSC gibt es noch keine Stadionverbote. Grund dafür sind die noch laufenden Ermittlungen der Polizei, die eine 14-köpfige Sondergruppe gebildet hat. Über den aktuellen Stand wurden keine Angaben gemacht. Dynamo Dresden betont jedoch, dass bei beiden Vorfällen auch Vereinsmitglieder von Ausschluss bedroht sind. Präsident Ronny Rehn erklärte: „Wer derartige Verfehlungen vorweist, kann nicht länger Teil unserer Sportgemeinschaft sein. Wenn Werte wie Respekt, Fairness und Menschlichkeit mit Füßen getreten werden, werden wir beim Ehrenrat dafür plädieren, diesen Personen die Mitgliedschaft zu entziehen.“

Maßnahmenpaket zur Prävention

Der Verein hat bereits ein Maßnahmenpaket beschlossen, um künftige Ausschreitungen im Harbig-Stadion möglichst zu verhindern. Dazu gehören verstärkte Sicherheitskontrollen, engere Zusammenarbeit mit der Polizei und präventive Gespräche mit Fanvertretern. Dynamo Dresden zeigt damit eine klare Haltung gegen Gewalt im Fußballumfeld.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration