In der Salbauerstraße in Pasing kam es am Sonntag zu einem Brand, der offenbar vorsätzlich gelegt wurde. Ein 46-jähriger Mann soll aus Wut das Bett und das Sofa seiner Freundin angezündet haben. Die 44-jährige Frau war zum Zeitpunkt des Feuers nicht in der Wohnung. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 200.000 Euro.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Die Münchner Kriminalpolizei sicherte Spuren, die auf eine vorsätzliche Brandlegung hindeuteten. Der tatverdächtige Deutsche mit Wohnsitz in Dachau hielt sich berechtigt in der Wohnung auf. Nach einem Streit mit der 44-Jährigen setzte er das Bett und ein Sofa in Brand und verließ die Wohnung. Zivile Einsatzkräfte nahmen den Mann am Sonntagnachmittag in Dachau fest. Er wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt, wo über die Haftfrage entschieden wird. Das Kommissariat 13 führt die weiteren Ermittlungen.
Feuerwehreinsatz in Pasing
Mehrere Notrufe von Anwohnern und Passanten erreichten die Leitstelle der Feuerwehr am Sonntag gegen 11.30 Uhr. Sie meldeten eine starke Rauchentwicklung aus dem zweiten Stock eines Mehrparteienhauses in der Salbauerstraße. Aufgrund der Größe des Gebäudes und der starken Rauchausbreitung von der zweiten bis zur vierten Etage forderte der Einsatzleiter Verstärkung in Form eines weiteren Löschzuges an. Mit zwei C-Rohren konnten die Einsatzkräfte den Brand im zweiten Obergeschoss schnell unter Kontrolle bringen. Die Bewohnerin hatte sich bereits eigenständig ins Freie begeben.
Der Einsatz dauerte etwa vier Stunden. Weil sich überall im Haus starker Rauch verteilte, mussten die Einsatzkräfte einige Wohnungen gewaltsam öffnen, um die Räume kontrollieren zu können. Es wurde niemand verletzt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.



