24 Jahre nach Schulmassaker: Gedenken an Opfer in Erfurt
24 Jahre nach Schulmassaker: Gedenken in Erfurt

In Erfurt haben Menschen mit Glockenschlägen und Blumen der Opfer des Amoklaufs am Gutenberg-Gymnasium gedacht. Der 26. April 2002 erschütterte Deutschland: Ein 19-jähriger ehemaliger Schüler tötete innerhalb von zehn Minuten zwölf Lehrkräfte, eine Schülerin, einen Schüler, eine Sekretärin, einen Polizisten und sich selbst. Es war das erste Schulmassaker dieses Ausmaßes an einer deutschen Schule.

Gedenken und Verantwortung

„Der 26. April mahnt uns, zusammenzustehen. Auch 24 Jahre danach ist dieser Tag ein Moment des Innehaltens für ganz Thüringen“, erklärte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Er betonte die Verantwortung, die aus der Erinnerung erwachse: „Wir erinnern an die Opfer, an die Familien und an alle, die damals geholfen haben. Aus dieser Erinnerung wächst unsere Verantwortung für eine starke, offene und sichere Schulgemeinschaft.“

Bildungsminister unterstreicht Bedeutung von Vertrauen

Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU) hob hervor, dass der Tag daran erinnere, wie wichtig es sei, Schule als einen Ort zu stärken, „an dem junge Menschen Vertrauen, Orientierung und Halt finden.“ Diese Aufgabe begleite ihn als Lehrer und als Bildungsminister jeden Tag. Die Gedenkfeierlichkeiten in Erfurt waren von Stille und Respekt geprägt, während Angehörige und Bürger Blumen am Gymnasium niederlegten.

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