Die A14-Nordverlängerung wächst weiter: Seit heute können Autofahrer einen 6,8 Kilometer langen Abschnitt von Lüderitz bis Stendal-Süd nutzen. Damit verbessert sich die Anbindung der Altmark und Prignitz an das Autobahnnetz. Gleichzeitig wurde in Brandenburg der Baubeginn für die A14 zwischen Wittenberge und Karstädt gefeiert, und an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt zu Brandenburg erfolgte der symbolische Spatenstich für den Neubau der Elbebrücke in Wittenberge.
36 Kilometer durchgängige Autobahn von Wolmirstedt bis Stendal-Süd
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte: „Pünktlich vor Beginn der Sommerferien in Sachsen-Anhalt stehen den Verkehrsteilnehmern mit der heutigen Verkehrsfreigabe der A14 insgesamt 36 durchgängige Autobahnkilometer zwischen Wolmirstedt und Stendal-Süd zur Verfügung.“ Für die letzten 18 Kilometer des Neubaus der A14 in Brandenburg heiße es dagegen: „Endlich Baustelle!“. Rund 316 Millionen Euro würden für den Abschnitt zwischen Wittenberge und Karstädt investiert.
Der neue Streckenteil bei Stendal war seit September 2021 im Bau. Ursprünglich sollte die Freigabe bereits Ende 2025 erfolgen, wurde aber aus bautechnischen Gründen verschoben. Eine Parkplatz- und WC-Anlage wird voraussichtlich erst Ende des Jahres fertiggestellt.
Altmark und Prignitz profitieren von besserer Erreichbarkeit
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte: „Die Altmark ist nun spürbar besser erreichbar, was den Menschen und der Wirtschaft zugutekommt. Mit der Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz machen wir darüber hinaus Sachsen-Anhalt als Standort für Wohnen und Arbeit insgesamt noch attraktiver.“ Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, erklärte: „Die A14 ist für die Prignitz und den ganzen Nordwesten Brandenburgs eine verkehrliche Lebensader.“
Elbebrücke für rund 120 Millionen Euro
Die neue Brücke über die Elbe entsteht im Zuge der Bundesstraße 189 zwischen Geestgottberg im Landkreis Stendal und Wittenberge im Landkreis Prignitz. Sie werde sich harmonisch in die Landschaft einfügen, versprechen die beteiligten Ministerien. Künftig solle es „ein Ensemble mit der westlich direkt benachbarten Brücke der Autobahn A14 bilden“.
Rund 120 Millionen Euro stellt der Bund laut dem brandenburgischen Verkehrsministerium für das Projekt bereit. Die Brücke soll auf einer Länge von 1.109 Metern das Elbtal überspannen. Die Breite zwischen den Geländern beträgt 13,80 Meter, auf der östlichen Seite des Bauwerks wird ein Geh- und Radweg mit einer Breite von drei Metern angelegt. In drei Jahren soll die Brücke für den Verkehr freigegeben werden.



