Ein 45-jähriger Vater hat in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen erschossen. Wie der SPIEGEL unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, soll die Tat mit dem Vorwurf zusammenhängen, der Mann habe sein eigenes Kind geschüttelt und dadurch schwer verletzt.
Neue Details zur möglichen Ursache
Nach Informationen des SPIEGEL war der Vater am Tattag in der Einrichtung, um sein Kind zu besuchen. Dort sei er mit dem Vorwurf konfrontiert worden, er habe das Baby geschüttelt, was zu einem Schütteltrauma geführt habe. Daraufhin habe der Mann die Waffe gezogen und um sich geschossen. Unter den Opfern seien sowohl Mitarbeiter der Einrichtung als auch Besucher gewesen.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Laut Staatsanwaltschaft Stade handelt es sich um die schlimmste Gewalttat in der Geschichte der Stadt. Die Hintergründe sind noch nicht vollständig geklärt. Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Die Obduktion der Opfer steht noch aus.
Schütteltrauma: Gefahr für Säuglinge
Ein Schütteltrauma entsteht, wenn ein Säugling oder Kleinkind heftig geschüttelt wird. Dabei können Blutungen im Gehirn, Netzhautablösungen und Knochenbrüche auftreten. In vielen Fällen führt es zu lebenslangen Behinderungen oder zum Tod. Die genauen Umstände des Vorwurfs gegen den Vater sind noch unklar.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Der niedersächsische Innenminister zeigte sich bestürzt und sprach von einer „unfassbaren Tat“. Die Stadt Stade hat Trauerbeflaggung angeordnet. In den sozialen Medien wird die Tat heftig diskutiert, viele fordern eine Verschärfung des Waffenrechts. Die Jugendhilfeeinrichtung bleibt vorerst geschlossen.



