Erhöhte Bromat-Werte: Trinkwasser in Zehdenick nicht mehr zum Verzehr geeignet
In der Stadt Zehdenick im Landkreis Oberhavel ist das Trinkwasser in Teilen des Stadtgebiets mit Bromat belastet. Die Konzentration des Stoffes, der laut Gesundheitsbehörden als möglicherweise krebserregend gilt, überschreitet die zulässigen Grenzwerte. Der Landkreis hat eine Warnmeldung herausgegeben und die Nutzung des Wassers zum Trinken, Kochen und zur Zubereitung von Speisen untersagt. Die Stadt richtete daraufhin Ausgabestellen ein, an denen sich die Bürger kostenlos mit Wasser versorgen können.
Wasser-Ausgabestellen und Reaktion der Bevölkerung
Wie eine Sprecherin der Stadt mitteilte, können Haushalte aus großen Containern mitgebrachte Behälter füllen. Acht solcher Ausgabestellen sollen zunächst bis Montag betrieben werden, unterstützt von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Viele Menschen decken sich zudem mit Wasser aus dem Supermarkt ein, wo die Regale bereits leer sind, wie es hieß. Die Stadt hat weitere Wasserproben genommen und sucht nach der Ursache für den Eintrag von Bromat. Wie lange die Einschränkungen andauern, ist noch unklar.
Warnung des Landkreises und Nutzungseinschränkungen
Der Landkreis Oberhavel warnte die Bevölkerung: „Da wir bei der Nutzung des Wassers Sorge um Ihre Gesundheit haben, möchten wir Sie über die Grenzwertüberschreitung informieren.“ Das Wasser darf nur noch zum Duschen, Baden und zur Reinigung verwendet werden. Nicht zulässig ist die Nutzung zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken, zum Kochen sowie zum Waschen oder Abspülen von Lebensmitteln. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern sei darauf zu achten, dass beim Duschen oder Baden kein Trinkwasser verschluckt werde. Nicht alle Ortsteile sind von der Belastung betroffen.
Buckow: Abkochgebot wegen coliformer Bakterien
Auch in Buckow im Kreis Märkisch-Oderland gibt es Einschränkungen. Dort ist das Trinkwasser mit coliformen Bakterien verunreinigt, sodass die Anwohner das Wasser weiterhin abkochen müssen. Ergebnisse von Wasserproben werden erst am Montag erwartet, wie eine Sprecherin des Kreises mitteilte. Im Labor müssten die Bakterienkulturen erst anwachsen, was Zeit brauche. Bis dahin gilt das Abkochgebot. Es wird empfohlen, Trinkwasser vor dem Verzehr sowie zur Zubereitung von Speisen mindestens drei Minuten sprudelnd abzukochen oder Flaschenwasser zu verwenden. Besonders gefährdet sind Säuglinge, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.



