Der Beschluss der Stadtverordneten sorgt für sieben Jahre Planungssicherheit in dem Kreativhaus. Gegner warnen weiter vor Risiken und Nebenwirkungen. Nach der vorläufigen Rettung des Kreativhauses Rechenzentrum durch einen Beschluss der Stadtverordneten hat Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) erleichtert reagiert. Der gefundene Kompromiss habe „spürbare Zugeständnisse“ auf allen Seiten gefordert, wird sie in einer Mitteilung des Rathauses gleich nach der entscheidenden Abstimmung am späten Mittwochabend zitiert. „Umso beglückender, dass es gelungen ist, nach Jahren unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.“
CDU erwägt, Beschluss anzufechten
Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung kündigte jedoch an, den Beschluss rechtlich prüfen zu lassen und möglicherweise anzufechten. „Wir sehen weiterhin erhebliche Risiken für die Stadtkasse und die städtebauliche Entwicklung“, erklärte der Fraktionsvorsitzende. Die siebenjährige Planungssicherheit sei zwar ein Schritt, aber nicht ausreichend, um die langfristigen finanziellen Verpflichtungen zu rechtfertigen.
Kompromiss nach jahrelangem Streit
Der Beschluss sieht vor, dass das Rechenzentrum als Kreativhaus für zunächst sieben Jahre gesichert wird. In dieser Zeit soll ein tragfähiges Nutzungskonzept erarbeitet werden. Die Stadtverwaltung wird jährlich über die Entwicklung berichten. Oberbürgermeisterin Aubel betonte, dass der Kompromiss nur durch das Entgegenkommen aller Beteiligten möglich gewesen sei. „Es war ein langer Weg, aber das Ergebnis zeigt, dass Dialog und Kompromissbereitschaft sich lohnen.“
Gegner warnen vor Risiken
Kritiker des Beschlusses, darunter einige Anwohner und Oppositionspolitiker, warnen weiterhin vor den finanziellen Risiken und möglichen negativen Auswirkungen auf die Umgebung. Sie befürchten, dass das Kreativhaus nicht ausreichend wirtschaftlich betrieben werden könne und die Stadt am Ende für Verluste aufkommen müsse. Die Befürworter hingegen sehen in dem Rechenzentrum einen wichtigen kulturellen und kreativen Anker für Potsdam.



