Nach der Rekord-Hitzewelle erhält Deutschland eine ordentliche Dusche: Eine Regenfront zieht quer durchs Land und lässt die Temperaturen spürbar fallen. Vor allem im Osten müssen die Menschen bis Dienstag mit kräftigem Starkregen, Gewitter, Hagel und Sturmböen rechnen.
Bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter im Osten
Wetterexperte Dr. Karsten Brandt sagt zu BILD: „Da kommt ordentlich was runter. Bis zu 40 Liter pro Quadratmeter im Osten Deutschlands.“ Örtlich könnten Keller volllaufen und Straßen überschwemmt werden. Der Starkregenstreifen zieht sich einmal quer durchs Land, von Süden nach Osten.
Besonders betroffen sind am Montag und in der Nacht zum Dienstag Teile von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Brandt: „Im Osten Deutschlands setzt sich das wie Kaugummi fest. Dort ist auch noch am Dienstag mit Starkregen zu rechnen.“
DWD warnt vor erhöhter Unwettergefahr
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet weiterhin Schauer und teils kräftige Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr. Betroffen sind vor allem der Westen, Süden und Osten Deutschlands. Vom Niederrhein bis nach Schleswig-Holstein bleibt es dagegen überwiegend bewölkt, vereinzelt sind auch dort Schauer möglich.
Nach der extremen Hitzewelle sinken die Temperaturen deutlich. Der DWD rechnet heute nur noch mit Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, im Osten sind auch 32 Grad möglich. Die gefallenen Temperaturen sollten genutzt werden, um Wohnungen zu unterkühlen, rät Brandt: „Es gibt erstmal eine Verschnaufpause. Wir sollten jetzt alle die gefallenen Temperaturen nutzen und unsere Wohnungen unterkühlen. Das ist gar nicht so einfach. Bei mir sind jetzt noch 27 Grad im Wohnzimmer.“
Angenehme Sommertage ab Mittwoch erwartet
Nach den Gewittern zeichnet sich bereits Entspannung ab. Dr. Brandt macht Hoffnung: „Am Mittwoch und am Donnerstag dann endlich mal Tage ohne Sorgen. Das werden angenehme Sommertage!“ Der Starkregenstreifen soll bis Mittwoch abgezogen sein.
Die vergangenen Tage hatten Deutschland an seine Grenzen gebracht. Am Sonntag wurde im brandenburgischen Neißemünde mit 41,7 Grad ein neuer vorläufiger Temperaturrekord gemessen. Zudem registrierte der DWD mit 29,4 Grad in Kubschütz die wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Juni 2026 dürfte nach Angaben des Wetterdienstes „bei der Monatsmitteltemperatur unter den Top 3 der wärmsten seit Messbeginn landen“.



