Littbarski attackiert Nagelsmann: „Hinterlässt nur Traurigkeit“
Littbarski: Nagelsmann hinterlässt nur Traurigkeit

Das frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 hat bei Pierre Littbarski tiefe Enttäuschung ausgelöst. Der Weltmeister von 1990 äußerte sich in einem Interview mit BILD äußerst kritisch über Bundestrainer Julian Nagelsmann und forderte dessen Rücktritt.

Littbarski: „Es tut mir im Herzen weh“

„Es tut mir im Herzen weh, was für ein jämmerliches Bild unsere Nationalelf abgibt. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie sich die Japaner in den letzten Jahren entwickelt haben – die sind in Siebenmeilenstiefeln an uns vorbeigezogen. Unser Komet fliegt dagegen nur noch nach unten“, sagte der 66-Jährige. Littbarski, der 1990 in Italien Weltmeister wurde, kritisierte Nagelsmanns Arbeitsweise scharf: „Es gibt bei Julian Nagelsmann viel zu kritisieren, das fängt damit an, dass er selten Bundesliga-Spiele im Stadion verfolgt oder auch nicht beim Afrika-Cup war.“

„Warum wurde Nagelsmann eigentlich Bundestrainer?“

Der 73-malige Nationalspieler stellte grundsätzliche Fragen: „Warum wurde Nagelsmann eigentlich Bundestrainer?“ Er vermutet: „Weil es keine andere Lösung gab.“ Littbarski behauptete weiter: „Schon bei der EM 2024 war unsere Taktik: Daumen drücken und hoffen, dass Wirtz und Musiala funktionieren.“ Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay hätte Nagelsmann nach Littis Ansicht sofort die Konsequenzen ziehen müssen: „Hätte Nagelsmann einen Arsch in der Hose, wäre er direkt nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay schon zurückgetreten. Das wäre etwas Positives an dieser Katastrophe gewesen.“

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Nagelsmann kein „großer Trainer“

Littbarski spricht Nagelsmann die Qualifikation für den Job ab: „Wer sagt, dass das ein großer Trainer ist? Große Trainer waren für mich Hitzfeld, Happel, Rehhagel, Lattek, Daum oder Heynckes – sie haben alle ihre Spuren hinterlassen. Nagelsmann hinterlässt keine Spuren, sondern nur Traurigkeit. Ich habe keine Motivation mehr, mir die Länderspiele unserer Nationalelf anzuschauen, was ich immer gerne getan habe.“

Guardiola als Wunschkandidat

Für die Nachfolge hat Littbarski einen prominenten Vorschlag: „Jürgen Klopp wäre ebenfalls nur ein Trainer, weil es keine Alternativen gibt. Ich finde, dass er sich mit seinem Job als Experte bei MagentaTV keinen Gefallen getan hat, weil er den Bundestrainer öffentlich unter Druck gesetzt hat. Warum versuchen wir es nicht mal mit einem Coach aus dem Ausland? Pep Guardiola – das wäre einer, der für frischen Wind sorgen würde.“

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