Hummels gesteht persönliche Probleme mit Nagelsmann nach Rauswurf-Forderung
Hummels gesteht persönliche Probleme mit Nagelsmann

Mats Hummels hat eingeräumt, dass seine öffentliche Forderung nach personellen Konsequenzen nach dem frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft auch auf persönlichen Problemen mit Bundestrainer Julian Nagelsmann beruht. Der 37-jährige Weltmeister von 2014 sprach im Rahmen der WM-Berichterstattung bei MagentaTV über das belastete Verhältnis.

Hummels: „Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen“

Vor dem WM-Sechzehntelfinale zwischen Frankreich und Schweden thematisierte der MagentaTV-Experte gemeinsam mit Moderatorin Laura Wontorra die erneute Blamage der DFB-Elf, die im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nach Elfmeterschießen mit 4:5 unterlag. Dabei gestand Hummels, dass seine Kritik an der Trainerposition auch persönlich motiviert sei: „Ich bin natürlich von der Geschichte um die Heim-EM 2024 beeinflusst. Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen. Das müssen wir irgendwann nochmal in einem privaten Gespräch aufräumen. Das ist bisher nicht passiert. Deswegen bin ich logischerweise emotional in eine Richtung gedrängt.“

Hummels fügte hinzu: „Aber wenn man die ganze Faktenlage gerade so sieht, würde ich sagen: Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern.“ Zur Erinnerung: Nagelsmann hatte bei der Heim-EM 2024 bewusst auf Hummels verzichtet. Als Grund nannte der Bundestrainer die Befürchtung, der damalige BVB-Verteidiger könnte in seiner wahrscheinlichen Reservistenrolle für Unruhe im Team sorgen.

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Nach WM-Aus: Hummels forderte Konsequenzen

Direkt nach dem peinlichen Aus gegen Paraguay hatte Hummels mit deutlichen Worten personelle Konsequenzen gefordert – nicht nur auf Spielerseite. Der Ex-Weltklasse-Innenverteidiger sagte unter anderem: „Auf der verantwortlichen Seite schreit es schon irgendwie nach Konsequenzen.“ Und: „Das muss ein Thema sein. Sowohl vom Bundestrainer selbst aus, als auch vom Verband. Zumindest muss es Gespräche darüber geben, das kann nicht anders sein.“

Nun schob Hummels hinterher: „Ich habe es bewusst so formuliert, dass ich nicht die Namen nenne. Das Einzige, was ich gemacht habe, war, die Position des Bundestrainers natürlich zu hinterfragen.“

Vergleich mit Jogi Löw: „Schwer vorstellbar, dass es so weitergehen soll“

Hummels zog einen Vergleich zur Ära von Jogi Löw: „Man muss einfach daran denken, wie erfolgreich Jogi Löw war, der sechs Turniere in Folge im Halbfinale oder Finale stand oder das Turnier gewonnen hat. Bei dem wurden nach einem schlechten Turnier 2018 schon so laut Konsequenzen gefordert, dass er sich im März 2019 genötigt gefühlt hat, einen schlechten Schritt für den deutschen Fußball zu tun, um selber noch dableiben zu können.“

Weiter sagte Hummels: „Dann muss man fragen: Was war in den knapp vier Jahren Amtszeit richtig gut und was nicht so gut? Dann werden Entscheidungen getroffen. Es ist schon irgendwo schwer vorstellbar, dass es so weitergehen soll.“

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