Am Montag wurde am Sedlitzer See der Verbund aus fünf Seen im Lausitzer Seenland offiziell freigegeben. Erstmals sind die fünf großen Seen des Lausitzer Seenverbundes durch Kanäle miteinander verbunden und schiffbar. Dieser Schritt wird als historischer Meilenstein für die Region gefeiert und dürfte auch für Ausflügler aus Berlin von großem Interesse sein.
Verbundene Seen schaffen neue Freizeitmöglichkeiten
Die fünf Seen – Sedlitzer See, Partwitzer See, Geierswalder See, Senftenberger See und Großräschener See – bilden nun eine zusammenhängende Wasserlandschaft. Durch die Kanalverbindungen können Boote und Schiffe künftig von einem See zum anderen fahren, was das Gebiet für Wassersportler und Touristen besonders attraktiv macht. Die Gesamtfläche der Seen beträgt rund 1.400 Hektar.
Hintergrund des Lausitzer Seenlandes
Das Lausitzer Seenland entstand aus der Flutung ehemaliger Braunkohletagebaue. Die Region hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer Industrieregion zu einem Tourismusmagnet gewandelt. Der neue Seenverbund ist ein weiterer Schritt in dieser Entwicklung. Laut Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) wurden in den Verbund rund 100 Millionen Euro investiert.
Bedeutung für Berlin und Brandenburg
Für Berliner ist das Lausitzer Seenland in etwa eineinhalb Stunden mit dem Auto oder der Bahn erreichbar. Die Freigabe des Seenverbundes eröffnet neue Möglichkeiten für Tagesausflüge und Kurzurlaube. „Dies ist ein historischer Tag für die Lausitz und ein Gewinn für den Tourismus in Brandenburg“, sagte der zuständige Minister. Die Region erhofft sich einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen.
Ausblick und weitere Planungen
In den kommenden Jahren sollen weitere Infrastrukturprojekte wie Anlegestellen, Radwege und Gastronomieangebote entlang der Seen realisiert werden. Ziel ist es, das Lausitzer Seenland als eines der größten künstlichen Seenlandschaften Europas zu etablieren. Die offizielle Eröffnungsfeier am Sedlitzer See zog bereits zahlreiche Schaulustige an.



