Seit dem 1. Juli gibt es die Wochenangebote von Nahkauf nur noch digital. Der gedruckte Prospekt ist Geschichte. Die Rewe Group, zu der Nahkauf gehört, bündelt die Angebote künftig über bestehende digitale Kanäle. An Sortiment, Preisen und Sonderangeboten in den Märkten ändert sich nach Unternehmensangaben nichts.
Digitale Kanäle ersetzen den Papierprospekt
Ab sofort lassen sich die Wochenangebote von Nahkauf ausschließlich über die Rewe-App oder die Internetseite nahkauf.de abrufen. Eine eigene App für die Märkte gibt es nicht. Nutzer können ihren Markt in der Rewe-App jedoch als bevorzugte Filiale auswählen. „Wir lösen unsere Angebotskommunikation vom einzelnen Kanal hin zu einer konsequenten digitalen Lösung“, erklärt Mathis Neth, Vertriebsleiter Nahkauf National.
Nach Angaben des Unternehmens bleiben Aktionspreise, Umfang der Angebote und die Zahl der beworbenen Artikel unverändert. Sonderangebote werden weiterhin direkt am Regal gekennzeichnet und sind auch ohne digitalen Prospekt erkennbar.
Gründe für die Umstellung: Kosten und Nachhaltigkeit
Nahkauf begründet den Schritt mit gestiegenen Kosten für Papier, Druck und Zustellung sowie eigenen Nachhaltigkeitszielen. Weniger Prospekte sollen Papier, Wasser und Energie sparen und den CO₂-Ausstoß beim Transport verringern. Zudem lassen sich digitale Angebote schneller aktualisieren.
Die Umstellung wurde über mehrere Monate vorbereitet. Hinweise fanden sich im Prospekt, auf digitalen Kanälen und per Radiodurchsage in den Märkten. Über die Rewe-App stehen außerdem Funktionen wie Einkaufszettel, Treuepunkte, der elektronische Kassenbon und seit Frühjahr 2026 Rewe Pay bereit.
Papierprospekt bleibt vielerorts erhalten
Gedruckte Prospekte spielen für viele Verbraucher weiterhin eine wichtige Rolle. Nicht jeder nutzt digitale Alternativen, für manche gehört der Handzettel weiterhin zum Wocheneinkauf. Nahkauf folgt damit Rewe, das den Papierprospekt bereits 2023 abgeschafft hatte. Kaufland sowie die Discounter Aldi und Lidl verteilen ihre Prospekte weiterhin. Bei Edeka entscheiden vielerorts die selbstständigen Kaufleute über den Einsatz gedruckter Werbung.



