Der KI-Boom treibt die Kurse der Technologiekonzerne weiter an und verstärkt die Dominanz US-amerikanischer Unternehmen an den Weltbörsen. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung EY stieg die Marktkapitalisierung der weltweit 100 größten Unternehmen seit Jahresbeginn um 18 Prozent auf insgesamt 61,9 Billionen Dollar. Besonders die Tech-Branche legte zu: Ihr Börsenwert wuchs um 30 Prozent auf 35,2 Billionen Dollar.
Nvidia bleibt Spitzenreiter – SpaceX neu in den Top Ten
An der Spitze des Rankings gab es keine Veränderungen. Der Chiphersteller Nvidia behauptet mit einer Marktkapitalisierung von 4,846 Billionen Dollar den ersten Platz. Dahinter folgen die Google-Mutter Alphabet, Apple, Microsoft und Amazon. Neu in die Top Ten schaffte es der Börsenneuling SpaceX: Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk erreichte aus dem Stand einen Börsenwert von 2,25 Billionen Dollar und belegt damit den sechsten Rang.
Der erste nicht-amerikanische Konzern in der Liste ist der taiwanische Chip-Auftragsfertiger TSMC mit 1,196 Billionen Dollar auf Platz sieben. Außerhalb des Technologiesektors schaffte nur der Ölkonzern Saudi Aramco (1,681 Billionen Dollar) den Sprung unter die ersten zehn.
Europäische Unternehmen abgeschlagen – Siemens bester Deutscher
Die erste europäische Position belegt der niederländische Chip-Zulieferer ASML mit einem Börsenwert von 756,8 Milliarden Dollar auf Rang 20 – ein Plus von drei Plätzen im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich abwärts ging es dagegen für den Walldorfer Softwarekonzern SAP. Mit 178,8 Milliarden Dollar fiel SAP von der europäischen Nummer eins auf Platz 114 im Gesamtklassement zurück.
Unter den deutschen Unternehmen ist Siemens mit 247,5 Milliarden Dollar auf Rang 72 der Spitzenreiter. Damit ist Siemens der einzige deutsche Konzern in der Liste der 100 wertvollsten Unternehmen weltweit.
US-Techkonzerne bauen Vorsprung weiter aus
Die Studie zeigt, dass der Abstand zwischen US-amerikanischen und europäischen Unternehmen weiter wächst. Während die Tech-Riesen von KI-Begeisterung profitieren, haben traditionelle Industriekonzerne zunehmend das Nachsehen. Laut EY ist der Trend klar: „Die Marktkapitalisierung konzentriert sich immer stärker auf wenige US-Plattform- und Technologieunternehmen“, so die Berater.



