Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ergreifen angesichts der sommerlichen Hitze umfangreiche Maßnahmen, um sowohl Fahrgäste als auch Beschäftigte zu schützen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, werden am Wochenende auch in den Abendstunden U-Bahnen mit der maximalen Wagenzahl eingesetzt. Dadurch soll verhindert werden, dass die Fahrgäste zu eng in den Fahrzeugen sitzen oder stehen müssen – ein Beitrag zur besseren Luftzirkulation und geringeren Hitzebelastung.
Wasserversorgung und Kühlung für Mitarbeiter
Besonders die Fahrerinnen und Fahrer stehen im Fokus der Hitzevorsorge. Die BVG stellt an Endstellen, in Betriebshöfen und Werkstätten Trinkwasser bereit. Zusätzlich sind Kollegen im Einsatz, die an ausgewählten Knotenpunkten entlang der Strecken Wasser an die Fahrer verteilen. „Wir wollen sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter auch bei extremen Temperaturen gut versorgt sind“, erklärte ein BVG-Sprecher.
Darüber hinaus erhalten die Beschäftigten Kühltücher zur Erfrischung. In den Straßenbahnen stehen den Fahrern zudem kleine Kühltruhen zur Verfügung, in denen Getränke während der gesamten Schicht gekühlt aufbewahrt werden können. Diese Maßnahmen sollen die Arbeitsbedingungen bei hohen Temperaturen erträglicher machen.
Hintergrund: Hitzewelle in Berlin
Die Maßnahmen fallen in eine Phase extremer Hitze in der Hauptstadt. Bereits am Freitag wurden Temperaturen von über 35 Grad Celsius gemessen, und für das Wochenende sagen Wetterdienste keine wesentliche Abkühlung voraus. Die BVG reagiert damit auf die besonderen Herausforderungen des öffentlichen Nahverkehrs bei Hitze, wo sich Fahrzeuge ohne Klimaanlage schnell aufheizen können.
Die zusätzlichen U-Bahn-Waggons und die Versorgung der Mitarbeiter sind Teil eines Maßnahmenpakets, das die BVG jährlich bei Hitzewellen aktiviert. Laut Unternehmensangaben profitieren davon täglich mehrere tausend Fahrgäste und rund 500 Fahrerinnen und Fahrer allein im U-Bahn-Bereich.



