Ralph Siegel kauft fast ganze Bar in München leer
Ralph Siegel kauft fast ganze Bar in München leer

Nach der Schließung des edlen Salons Moët & Chandon am St.-Anna-Platz in München hat sich ein prominenter Käufer gefunden: Ralph Siegel. Der 80-jährige Hit-Produzent erwarb kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart fast die gesamte Einrichtung der Belle-Époque-Bar.

Frühzeitiger Einkauf für den Traum

Eigentlich sollte der Verkauf um 17 Uhr beginnen, doch Siegel erschien bereits eine Viertelstunde früher. „Man muss schnell sein, um Träume zu verwirklichen“, sagte er der AZ. Ähnlich wie einst Michael Jackson in einem Spielzeugladen griff auch Siegel beherzt zu: Er kaufte nahezu alles, was nicht niet- und nagelfest war.

Ein Stück Münchner Geschichte

Der Salon Moët & Chandon wurde 1982 von Set-Designer Rolf Zehetbauer für den Champagnerbotschafter Henri François-Poncet entworfen. Seit 25 Jahren betrieb das benachbarte Gandl den Salon, bis die Immobilienbesitzerin kündigte. Mit der Schließung verliert München einen exzentrischen Ort im Lehel.

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Was Siegel erstand

Laura Siegel sicherte sich einen großen neobarocken Spiegel für 400 Euro, eine chinesische Bodenvase für 350 Euro sowie mehrere historische Moët-&-Chandon-Flaschen aus vorrevolutionärer Zeit. Als weitere Interessenten eintrafen, klebten bereits überall „Ich gehöre: Ralph Siegel“-Etiketten.

Neues Leben in Spanien

Restaurantbetreiber Alexander Lutz freut sich, dass die Einrichtung zusammenbleibt. Siegel plant, das Interieur in sein neues Restaurant „Meson Bahía – Restaurant Musical by Mister Eurovision Ralph Siegel“ an der Costa Dorada zu integrieren. Die fest verbaute Ausstattung wie Wandspiegel, Vertäfelungen und der Großleuchter gehören jedoch der Hauseigentümerin. Sollte dort eine Kanzlei einziehen, hofft Siegel dennoch auf eine Auslösung, um das Ensemble nach Spanien zu bringen.

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