Caravan-Wendt: Wohnmobil-Boom trotz Krise – Individualität und Preisnachlässe locken Tausende
Wohnmobil-Boom: Caravan-Wendt lockt mit Individualität und Rabatten

Caravan-Wendt: Wohnmobil-Boom trotz Krise – Individualität und Preisnachlässe locken Tausende

Am kommenden Wochenende pilgern wieder Tausende Camping-Enthusiasten nach Kremmin bei Grabow und Bandenitz, wenn Caravan-Wendt, einer der größten Händler Norddeutschlands, zu seiner traditionellen Hausmesse einlädt. Mehr als 7000 Besucher werden am Sonnabend und Sonntag erwartet, um die neuesten Trends in der Campingbranche zu entdecken. Camping erfreut sich im Norden Deutschlands seit jeher großer Beliebtheit und erlebte während der Corona-Pandemie einen massiven Aufschwung, der bis heute stabil geblieben ist. Doch wie wirkt sich die aktuelle Krise mit steigenden Spritpreisen auf die Nachfrage aus? Werden Camper nun gebremst oder sucht die Sehnsucht nach Freiheit und Individualität neue Wege?

Spritpreise als temporäres Phänomen?

Für Geschäftsführer Manuel Wendt ist es angesichts der internationalen Krise noch zu früh, eindeutige neue Trends zu identifizieren. Bezüglich der Benzinpreise und der großen Tanks in vielen Wohnmobilen hat er jedoch eine klare Position. „Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es eine temporäre Phase ist. Wenn es nicht so sein sollte, stelle ich mir die Frage: Was macht der Spritpreis im Verhältnis zum Fahrzeugpreis aus? Wenn der Spritpreis auf diesem Niveau bleibt, haben wir ganz andere Sorgen. Ich bin überzeugt, dass die Menschen sich beim Urlaub bereits lokaler umschauen werden“, erklärt Wendt. Ob sich daraus ein stabiler Trend entwickelt, müsse jedoch abgewartet werden.

Individualität als treibende Kraft

Viel verlässlicher als kurzfristige Kriseneffekte ist für den Caravan-Händler der Drang zur Individualität, der vom Camping immer besser bedient wird. Sein Unternehmen verfügt an beiden Standorten über mehr als 1000 Fahrzeuge im Angebot. Camping lebt vom Trend zur Personalisierung, und viele Kunden bevorzugen es, ein individuell ausgestattetes Fahrzeug direkt vor der Tür zu haben. Die kurzfristige Miete von Wohnmobilen ist aufgrund der hohen Nachfrage, insbesondere im Sommer, bereits schwierig geworden.

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Manuel Wendt, der das Geschäft gemeinsam mit seinen Eltern führt, kennt die Branche aus dem Effeff. Bei seinen Messen im Frühjahr und Herbst werden regelmäßig jeweils mehr als 100 Fahrzeuge direkt verkauft – oft ohne Kredit, denn nur 20 Prozent der Käufer nutzen Finanzierungsangebote. Das Geld scheint also weiterhin vorhanden zu sein, trotz unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Vielfalt und Autarkie im Fokus

Derzeit gibt es keinen alles bestimmenden Megatrend im Wohnmobilmarkt. Stattdessen ist eine große Vielfalt in allen Kategorien verfügbar. „Ich glaube, dass viele Neueinsteiger festgestellt haben, dass der Camper-Van an manchen Stellen doch ein wenig zu klein ist. Etliche steigen auf größere Fahrzeuge um“, so Wendt. Aktuelle Schwerpunkte liegen auf verbesserter Isolation, effizienten Heizungen für Reisen in der kälteren Jahreszeit sowie hochwertiger und individueller Ausstattung. Hinzu kommt der Trend zur Autarkie: Immer mehr Camper wollen sich in Sachen Stromversorgung und Sanitäranlagen unabhängig von Campingplätzen machen.

Preisnachlässe und Sondermobile

Für Kaufinteressenten bieten sich derzeit gute Gelegenheiten. In einigen Marktsegmenten gibt es Überbestände und spürbare Preisnachlässe. Zwar bleiben die Summen für Wohnmobile oft weit jenseits der 50.000 Euro, doch die Bewegungen im Markt sind laut Wendt enorm groß. Sein Unternehmen hat inzwischen eine solche Marktmacht erreicht, dass es in Kooperation mit Herstellern spezielle Wendt-Sondermobile anbieten kann. Diese sind bereits weitgehend vorkonfiguriert und im Vergleich zu anderen Modellen erheblich preisgünstiger.

Neu im Trend sind auch ausgefallene Farben bei Kastenwagen, um sich von den klassischen Tönen wie Weiß, Grau oder Schwarz abzuheben. Zur geforderten Standardausstattung gehören mittlerweile Markisen, Satellitenanlagen, Lösungen für mobiles Internet, sanitäre Einrichtungen sowie große Batterien für die autarke Stromversorgung.

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Alternative Übernachtungsmöglichkeiten

Dies passt zu einem weiteren Trend: Immer weniger Camper wollen sich ausschließlich auf oft teure und überfüllte Campingplätze verlassen, bei denen eine frühzeitige Buchung erforderlich ist. Als Alternative stellen immer mehr Privatpersonen ihre Grundstücke gegen geringes Entgelt zur Verfügung. Portale wie „Vansite“ bündeln solche Angebote und werden auf der Messe in Kremmin vorgestellt.

Die Frühjahrsmesse von Caravan-Wendt ist am 21. und 22. März sowohl in Kremmin als auch in Bandenitz von 10 bis 17 Uhr geöffnet und bietet einen umfassenden Einblick in die dynamische Welt des Campings.