Österlicher Genussmarkt lockt mit regionalen Spezialitäten nach Güstrow
Kurz vor den Feiertagen öffnet der österliche Genussmarkt in der Güstrower Wollhalle seine Pforten. Am Wochenende des 21. und 22. März können Besucher zwischen 11 und 17 Uhr bei freiem Eintritt durch die Vielfalt regionaler Produkte schlendern, probieren und einkaufen. Die Veranstaltung bietet eine ideale Gelegenheit, handgefertigte Osterschätze und kulinarische Besonderheiten aus der Umgebung zu entdecken.
Kniesenack-Verein präsentiert exklusive Bierspezialitäten
Ein besonderer Anziehungspunkt ist der Stand des Kniesenack-Vereins, der das legendäre Güstrower Traditionsbier ausschenkt. Dieses würzige Gebräu wird nicht kommerziell vertrieben und ist normalerweise nur in der Tourist-Information sowie im örtlichen Buchladen erhältlich. In diesem Jahr präsentieren die Brau-Enthusiasten nicht nur ihre klassische Sorte, sondern auch eine neue Kreation: das Dombier, das pünktlich zum 800. Jubiläum des Güstrower Doms erstmals ausgeschenkt wurde.
„Wir freuen uns, den Besuchern neben dem Dombier auch erstmals unser Treberbrot anbieten zu können“, verrät Vereinsmitglied Wolfgang Schmidt. Das Brot wird vom Kreativbäcker Jens Kubin speziell für den Verein gebacken. Der Kniesenack-Verein, der vor vier Jahren mit 13 Mitgliedern gegründet wurde, zählt mittlerweile stolze 70 Mitglieder aus allen Branchen und Gesellschaftsschichten – ein Beweis dafür, dass die Leidenschaft für gutes Bier verbindet.
Historischer Braukeller und geheimnisvolles Etikett
Im Sommer soll die rekonstruierte Kneipe im Braukeller des Hotels am Schlosspark fertiggestellt werden. Dort werden künftig Brauseminare und Verkostungen im Rahmen von Veranstaltungen angeboten. Der Raum wird mit originalen Möbeln der ehemaligen Altdeutschen Bierstuben Güstrow ausgestattet, die als Dauerleihgabe zur Verfügung stehen. Besonders originell sind die hölzernen Handläufe, die aus Bierfassabrollen aus den 1920er-Jahren gefertigt wurden.
Ein Rätsel gibt jedoch weiterhin Anlass zu Spekulationen: Warum ziert ein Wicht das Etikett des Kniesenack-Biers? „Das wissen wir nicht genau und sind für jeden Hinweis dankbar“, erklärt Wolfgang Schmidt. Das mündlich überlieferte Rezept des altdeutschen Starkbieres bleibt indes ein streng gehütetes Geheimnis unter den Vereinsmitgliedern. Der Verein sucht außerdem weiterhin nach historischen Utensilien, die mit dem Güstrower Bier in Verbindung stehen.
Vielfalt regionaler Händler auf dem Genussmarkt
Neben dem Kniesenack-Verein präsentieren sich elf weitere regionale Anbieter mit ihren Produkten. Das Angebot umfasst:
- Honig und Honigprodukte vom Imker Zielke
- Bilder auf Stoff von Sabrina Anacker aus Berlin und Mallorca
- Makramee-Arbeiten von Kathrin Siewert (Mikasi) aus Plaaz
- Produkte aus dem Hofladen des historischen Marstall Kuchelmiss
- Osterdekorationen von Ingrid Dretzke aus Bützow
- Käse von der Müritz
- Handarbeiten von Erika Krüger aus Güstrow
- Liköre und Brotaufstriche von Christian Härting aus Neuenrost
- Wildspezialitäten aus dem Foodtruck Grambow
„In diesem Jahr sind überwiegend bewährte Aussteller vertreten, sodass sich die Besucher auf viele bereits bekannte und geschätzte Angebote freuen können“, erklärt Lisa Gerion-Beier, Leiterin der Güstrower Tourist-Information und Veranstalterin des Marktes. Der bewährte Ablauf und die inhaltlichen Schwerpunkte bleiben erhalten.
Der österliche Genussmarkt wird vom Verein GüstrowTourismus organisiert und von den Stadtwerken Güstrow unterstützt. Er bietet nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch die Chance, die kulinarische und handwerkliche Vielfalt der Region kennenzulernen und direkt mit den Erzeugern ins Gespräch zu kommen.



