Kommentar: Dieser Trick könnte Bahnfahren in Deutschland günstiger machen
Trick: Bahnfahren in Deutschland günstiger durch Wettbewerb

Die Bundesnetzagentur hat einen Weg gefunden, rechtliche Hürden zu umgehen und die Deutsche Bahn (DB) geschickt unter Druck zu setzen. Wer sich die Zahlen der neuen Langstreckenanbieter ansieht, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Der Eintritt des italienischen Konkurrenten Italo im Jahr 2028 könnte das Bahnfahren in Deutschland deutlich günstiger machen.

Italo-Start: Wettbewerb auf der Schiene ab 2028

Der italienische Schnellzugbetreiber Italo plant, ab 2028 auf deutschen Strecken zu fahren. Die DB warnt vor einem „ungesteuerten Wettbewerb“ und einem ausgedünnten Angebot in ländlichen Regionen. Doch die Erfahrungen aus Italien zeigen das Gegenteil: Dort sanken die durchschnittlichen Ticketpreise um 40 Prozent, seitdem Italo 2012 gegen die staatliche Trenitalia antrat, wie die Verbraucherschutzgruppe Consumer Choice Center ermittelte.

Bahn-Kunden: Steigende Zufriedenheit trotz Verspätungen

Der Geschäftsbericht der DB für 2025 vermeldet eine steigende Kundenzufriedenheit auf die Schulnote 2,6 – zwischen gut und befriedigend. Angesichts einer Unpünktlichkeit von 40 Prozent aller Fernzüge und über vier Prozent komplett ausgefallener Züge wirft dies Fragen auf. Die Umfrage scheint wenig valide, ähnlich wie die Warnungen der Bahn vor dem Wettbewerb.

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Preissenkung durch Wettbewerb: Beleg aus Italien

In Italien konkurrieren seit 2012 private Anbieter wie Italo mit der Staatsbahn Trenitalia. Auch grenzüberschreitende Züge wie ÖBB, TGV und Eurocity sind im Einsatz. Das Ergebnis: Die Ticketpreise fielen um 40 Prozent, so das Consumer Choice Center. Dieses Modell könnte auch in Deutschland funktionieren, wenn die Bundesnetzagentur den Markt öffnet.

Bundesnetzagentur: Druck auf die Deutsche Bahn

Die Bundesnetzagentur umgeht rechtliche Hürden, um den Wettbewerb zu fördern. Sie setzt die DB unter Druck, indem sie den Marktzugang für neue Anbieter erleichtert. Dies könnte langfristig zu günstigeren Fahrpreisen und einem besseren Angebot führen. Die DB hingegen sieht die Gefahr eines „Ausdünnens“ des Netzes in Randregionen.

Die Einführung von Wettbewerb auf der Schiene ist ein komplexer Prozess, der sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Die Erfahrungen aus Italien zeigen jedoch, dass die Vorteile für die Verbraucher überwiegen. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesnetzagentur ihren Kurs fortsetzen kann und ob die DB ihre Strategie anpassen wird.

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