Fossile Brennstoffe auf Rekordniveau, aber Erneuerbare boomen
Fossile Rekorde, Erneuerbare Hoffnung: Energie-Report 2025

Der globale Verbrauch fossiler Brennstoffe und die damit verbundenen CO2-Emissionen haben im Jahr 2025 neue Rekordwerte erreicht. Dies geht aus dem aktuellen Weltenergiereport des Energy Institute hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Trotz dieser Negativrekorde gibt es laut den Autoren des Berichts auch ermutigende Signale: Der Ausbau erneuerbarer Energien gewinnt weltweit deutlich an Dynamik.

Rekordverbrauch bei Öl, Gas und Kohle

Der Report zeigt, dass die Menschheit im vergangenen Jahr mehr Erdöl, Erdgas und Kohle verbrannt hat als jemals zuvor. Der Primärenergieverbrauch stieg um rund 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark war der Anstieg bei Erdgas mit einem Plus von 3,5 Prozent, während Öl um 1,8 Prozent und Kohle um 1,2 Prozent zulegten. Die globalen CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger erreichten mit rund 37 Milliarden Tonnen ebenfalls einen neuen Höchststand.

China treibt Erneuerbare voran

Eine zentrale Rolle im globalen Energiemix spielt China. Das Land ist nicht nur der größte Verbraucher fossiler Brennstoffe, sondern auch der mit Abstand größte Produzent erneuerbarer Energien. Die Volksrepublik hat im Jahr 2025 ihre Kapazitäten an Solar- und Windkraft massiv ausgebaut. „China ist der unangefochtene Spitzenreiter bei den Erneuerbaren“, sagt Dr. Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), in einer ersten Reaktion auf den Report. Die chinesischen Emissionen steigen nur noch minimal, was auf die zunehmende Elektrifizierung und den Ausbau der Erneuerbaren zurückzuführen sei.

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Erneuerbare Energien legen weltweit zu

Weltweit wuchs die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen um 15 Prozent im Jahr 2025. Solar- und Windkraft deckten erstmals mehr als 12 Prozent des globalen Strombedarfs. „Der Trend ist klar: Erneuerbare werden zur tragenden Säule der Stromversorgung“, erklärt der Energy Institute-Direktor. Auch die Investitionen in saubere Energietechnologien stiegen um 10 Prozent auf rund 1,8 Billionen US-Dollar. Besonders dynamisch entwickeln sich die Märkte in Asien und Europa.

Herausforderungen bleiben

Trotz der Fortschritte bei den Erneuerbaren warnen Experten, dass die Geschwindigkeit des Umbaus nicht ausreicht, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen. „Wir müssen den Ausbau der Erneuerbaren verdoppeln, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen“, betont Birol. Der Bericht zeigt auch, dass viele Länder, insbesondere in Afrika und Südostasien, weiterhin stark auf fossile Brennstoffe angewiesen sind. Der Anteil der Erneuerbaren am globalen Primärenergieverbrauch liegt erst bei rund 14 Prozent.

Ausblick: Wende zeichnet sich ab

Der Weltenergiereport 2025 enthält jedoch auch positive Überraschungen: So ist der Zuwachs der CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr geringer ausgefallen als erwartet. „Es gibt erste Anzeichen, dass die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Emissionen gelingt“, heißt es im Report. Sollte sich der Trend bei den Erneuerbaren fortsetzen, könnte der Höhepunkt der globalen CO2-Emissionen bereits in den nächsten Jahren erreicht sein.

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