Erling Haaland hat Norwegen mit einem späten Tor ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 geschossen. Der Superstar von Manchester City erzielte in der 86. Minute den 2:1-Siegtreffer gegen die Elfenbeinküste. Damit kommt es am 5. Juli zum Duell mit Brasilien.
Haalands entscheidender Moment
Lange war Haaland kaum zu sehen. Ein früher, geblockter Kopfball (3. Minute) und ein zu lascher Kopfball (37. Minute) waren seine einzigen Aktionen vor der Pause. In der ARD-Übertragung wurde sogar über den Zusatz „Braut“ auf seinem Trikot diskutiert – der Nachname seiner Mutter, einer erfolgreichen Siebenkämpferin. Doch in der Schlussphase zeigte der 1,95-Meter-Stürmer seine Klasse: Man-City-Kollege Oscar Bobb schickte Patrik Berg in die Tiefe, der legte quer, und Haaland schob aus fünf Metern fast lässig ein. Es war sein fünfter WM-Treffer im dritten Einsatz – eine typische Haaland-Quote.
Nowitzki als Fan und die umstrittene Schiedsrichterentscheidung
Im Stadion verfolgte Basketball-Legende Dirk Nowitzki die Partie. Der 48-Jährige, der tags zuvor noch mit dem DFB-Team mitgelitten hatte, genoss den WM-Leckerbissen. Die Elfenbeinküste profitierte jedoch von einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung: In der 78. Minute trat Norwegens Andreas Schjelderup seinem Gegenspieler Nicolas Pépé im Strafraum gegen den Fuß, doch Schiedsrichter Jesús Valenzuela ließ weiterspielen. Die Fifa wird sich fragen müssen, ob man nicht höhere Qualitätsstandards anstreben sollte.
Nusas Traumtor bringt Norwegen in Führung
Norwegen ging durch ein Traumtor von Antonio Nusa in Führung (39. Minute). Der filigrane Offensiv-Techniker dribbelte in den Strafraum, ließ Nicolas Pépé aussteigen und schlenzte den Ball mit rechts in den Winkel. Es war Nusas erstes Tor im Turnier. Die Elfenbeinküste zeigte sich jedoch nicht geschlagen und kam durch ein Solo von Joker Amad Diallo zum Ausgleich (74.). Diallo hatte zuvor auf der Linie geklärt (66.) und fast mit einem Freistoß getroffen (90.+6).
Brasilien wartet im Achtelfinale
Nun trifft Norwegen auf Brasilien – eine Neuauflage des Spiels von 1998, als Norwegen in der Vorrunde 2:1 gewann. Damals gab es ebenfalls Kritik an der Schiedsrichterleistung. Norwegens Trainer Stale Solbakken hatte die Startelf im Vergleich zum Frankreich-Spiel auf fast jeder Position verändert. Die Elfenbeinküste zeigte eine starke Leistung, aber am Ende setzte sich die Klasse von Haaland durch.



