Nach der desaströsen Niederlage gegen Paraguay steht fest: Deutschland ist keine Topmannschaft mehr. Die Analyse von BILD zeigt, wie weit die DFB-Elf von der Weltspitze entfernt ist. Trainer Julian Nagelsmann steht vor einem Scherbenhaufen, die Mannschaft wirkt verunsichert und ideenlos.
Die Pleite gegen Paraguay als Symptom
Das 0:2 gegen Paraguay war kein Ausrutscher, sondern die logische Konsequenz einer langanhaltenden Entwicklung. Seit dem WM-Titel 2014 ging es für die Nationalmannschaft kontinuierlich bergab. Die Niederlage gegen Paraguay offenbarte eklatante Schwächen in der Defensive und mangelnde Durchschlagskraft im Angriff. Laut Statistik hatte Deutschland nur 35 % Ballbesitz und kam zu lediglich drei Torschüssen.
Fehlende Identität und Führungsspieler
Ein zentrales Problem ist die fehlende Identität der Mannschaft. Anders als frühere Generationen, die für Kampfgeist und Siegeswillen standen, wirkt das aktuelle Team oft lethargisch. „Uns fehlt ein Leader auf dem Platz, der die Mannschaft mitreißt“, kritisierte ein ehemaliger Nationalspieler anonym. Zudem gibt es keine klare Spielphilosophie – die Mannschaft schwankt zwischen Ballbesitz- und Konterfußball.
Nachwuchsarbeit und Talentförderung
Während Länder wie Frankreich und England systematisch Talente fördern, hinkt Deutschland hinterher. Die U21-Mannschaft hat zuletzt enttäuscht, und die Integration junger Spieler in die A-Nationalmannschaft gelingt nur selten. „Wir müssen die Strukturen in den Nachwuchsleistungszentren überdenken“, fordert DFB-Sportdirektor Rudi Völler. Ohne eine Reform droht der Anschluss an die Weltspitze endgültig verloren zu gehen.
Trainerfrage und Kaderplanung
Julian Nagelsmann steht nach der Pleite massiv in der Kritik. Seine Taktik ging nicht auf, die Auswechslungen kamen zu spät. Zudem ist der Kader unausgewogen: Es mangelt an einem echten Torjäger und stabilen Innenverteidigern. Die kommende EM im eigenen Land wird zur Bewährungsprobe – doch die Zeit läuft davon.
Reaktionen aus der Kabine
In der Kabine herrscht Ratlosigkeit. Kapitän Joshua Kimmich gab zu: „So können wir nicht weitermachen. Wir müssen uns eingestehen, dass wir nicht mehr zu den Besten gehören.“ Die Stimmung ist angespannt, die Mannschaft wirkt zerstritten. Einige Spieler sollen öffentlich die Taktik des Trainers infrage gestellt haben.
Ausblick: Was nun?
Die DFB-Spitze steht vor schweren Entscheidungen. Ein Trainerwechsel ist nicht ausgeschlossen, doch das Problem sitzt tiefer. Die Nationalmannschaft braucht einen langfristigen Plan, der über einzelne Turniere hinausgeht. Die Fans fordern eine Rückbesinnung auf Tugenden wie Leidenschaft und Teamgeist. Ob die Mannschaft bis zur EM 2024 wieder konkurrenzfähig wird, ist fraglich.



