Die Deutsche Bundesbank bewirbt sich um die Verwaltung der neuen Kapitalrente. Vizepräsidentin Sabine Mauderer erklärte im Gespräch mit dem Tagesspiegel: „Seit dreißig Jahren legen wir für den Bund und die Bundesländer Geld an.“ Die promovierte Juristin, die seit September 2024 im Amt ist, verwies auf die bestehende Expertise der Notenbank. „Aktuell haben wir am Kapitalmarkt rund 140 Milliarden Euro für die öffentlichen Kunden angelegt“, so Mauderer. „Wir sind so aufgestellt, dass wir aus dem Stand weitere Gelder für den Staat investieren können.“
Milliardenschweres Geschäft für die Altersvorsorge
Die Kapitalrente, auch als Aktienrente bekannt, soll die gesetzliche Rente entlasten. Der Staat plant, dafür jährlich Milliardenbeträge am Kapitalmarkt anzulegen. Die Bundesbank sieht sich als idealen Partner, da sie bereits umfangreiche Erfahrung in der Vermögensverwaltung für öffentliche Auftraggeber besitzt. Mauderer betonte die Vorteile: niedrige Kosten, hohe Sicherheit und langjährige Expertise. „Wir können das aus dem Stand leisten“, sagte sie.
Wettbewerb um den Zuschlag
Mit der Bewerbung der Bundesbank eröffnet sich ein Rennen um den Zuschlag. Bisher waren vor allem private Vermögensverwalter im Gespräch. Die Bundesbank argumentiert mit ihrer Unabhängigkeit und ihrem öffentlichen Auftrag. Mauderer: „Wir arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern im Interesse des Staates.“ Die Entscheidung über die Verwaltung der Kapitalrente wird in den kommenden Monaten erwartet.



