Die AfD hat im neuen Sonntagstrend einen Rekordwert erreicht und liegt nun deutlich vor der Union. Mit 24 Prozent Zustimmung vergrößert sich der Abstand zur CDU/CSU, die nur noch auf 22 Prozent kommt. Damit wird eine stabile Regierungsbildung im Bundestag ohne die AfD zunehmend schwieriger.
Stagnation bei Union, SPD und Grünen
Die Union verharrt bei 22 Prozent, während die SPD mit 16 Prozent und die Grünen mit 14 Prozent ebenfalls kaum Bewegung zeigen. Die FDP liegt bei 8 Prozent, die Linke bei 5 Prozent. Das BSW würde mit 4 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, ebenso wie andere Kleinparteien.
Koalitionsoptionen ohne AfD schwinden
Meinungsforscher zeigen auf, welche Koalitionen unter Ausschluss der AfD überhaupt noch möglich wären. Eine Neuauflage der Großen Koalition aus Union und SPD käme auf 38 Prozent, was nicht für eine Mehrheit reicht. Eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP erreicht ebenfalls nur 38 Prozent. Eine schwarz-grüne Koalition käme auf 36 Prozent. Ein Bündnis aus Union, SPD und FDP wäre mit 46 Prozent möglich, aber politisch umstritten.
Die AfD profitiert offenbar von der Unzufriedenheit der Wähler mit der aktuellen Bundesregierung. Die Partei konnte in den letzten Wochen kontinuierlich zulegen und hat nun den höchsten Wert seit ihrer Gründung erreicht. Die politische Landschaft in Deutschland verändert sich dadurch grundlegend.
Auswirkungen auf die Bundestagswahl
Sollte der Trend anhalten, könnte die AfD bei der nächsten Bundestagswahl stärkste Kraft werden. Die Union müsste sich dann überlegen, ob sie eine Koalition mit der AfD eingehen würde, was bisher von allen etablierten Parteien ausgeschlossen wird. Eine Minderheitsregierung wäre eine weitere Option, die jedoch instabil wäre.
Die neuen Zahlen zeigen, dass die deutsche Politik vor einer Zerreißprobe steht. Die etablierten Parteien müssen sich dringend überlegen, wie sie das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen können, um eine Regierungsbildung ohne die AfD zu ermöglichen.



